Bad Wildungen

Von der Bücherei zum Kulturzentrum

- Bad Wildungen (su). Seit Montag haben die Wildunger ihre Stadtbücherei wieder und mehr noch: Ein schmucker, kleiner Fachwerk-Innenhof mit einer Linde und einer steinernen Viehtränke verbindet die Bibliothek künftig direkt mit dem Heimatmuseum.

„Wir erhalten ein kleines Kulturzentrum“, sagte Büchereichef Bernhard Weller.Die Überzeugung, das Buch werde durch die elektronischen Medien nie völlig ersetzt, ist ihm nicht genug: „Wir müssen etwas dafür tun, dass sich die Stadtbücherei mit Leben füllt.“ Weller will durch neue, abgestimmte Angebote und Veranstaltungen, bei denen auch der attraktive Innenhof eine wichtige Rolle spielt, das Gespann Stadtbücherei/Heimatmuseum zum besagten Wildunger Kulturzentrum entwickeln. Er erinnerte zugleich an die Anfänge der Bibliothek vor 50 Jahren. Damals existierte in der Kurstadt keine öffentliche Leihbücherei. „Das empfand man als kulturellen Mangel, denn die gewerblichen Leihbüchereien konzentrierten sich auf die leichte Literatur“, berichtete er. 1959 wurde eine Büchereikommission bei der Stadt eingerichtet und am 5. Juli 1960 öffnete die Bibliothek ihre Türen; damals in der Alten Schule und mit zunächst 1300 Büchern, davon 50 für Kinder und Jugendliche. Wildunger Bürger spendeten in der Folge zusätzliche 150 Bücher aus ihrem Besitz. Drei Umzüge in 50 Jahren Neun Jahre später zog die gesamte Ausleihliteratur der Stadt in ein neues Domizil in der Poststraße 6, das heute die Musikschule beherbergt. Damals übernahm Renate Wickert die Verantwortung für all die gedruckten Schätze. Schon wenige Jahre später musste sie erneut alles zum Transport verpacken.Mehr lesen Sie in der WLZ-Ausgabe vom Dienstag, 6. Juli 2010.

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