Edertal

Bürgermeister Gottschalk tritt nicht mehr an

- Edertal.Paukenschlag im Parlament: „Bei den Bürgermeisterwahlen im Herbst des nächsten Jahren werde ich nicht mehr antreten. Maßgeblich hierfür sind ausschließlich persönliche Gründe“, kündigte der Edertaler Rathauschef Wolfgang Gottschalk am späten Dienstagabend an.

Während der zurückliegenden Jahre habe sich das Privat- und Familienleben seinen Aufgaben als Bürgermeister immer untergeordnet, erläuterte Gottschalk. Nach einer dann mehr als 40-jährigen beruflichen Tätigkeit, zumeist in der Kommunalverwaltung, davon zwölf Jahre als Edertaler Bürgermeister, „ist es mein Wunsch, mich beruflich neu zu orientieren und dabei insbesondere auch mehr Zeit meiner Familie widmen zu können“, begründete er seine Entscheidung. Eine Mischung aus Überraschung, Bedauern und Verständnis; so fiel die erste spontane Reaktion aus den Fraktionen am Dienstagabend aus. „Wir nehmen das mit Bedauern zur Kenntnis. Wolfgang Gottschalk hat gute Arbeit geleistet, fruchtbar für die Gemeinde“, sagte SPD-Fraktionsvorsitzender Karl-Heinrich Neuschäfer. Nun beginne die Kandidatensuche. Harald Wieck von der CDU , kommentierte: „Schade, aber das muss man akzeptieren. Der Job ist stressig und nach zwölf Jahren kann ich diese Entscheidung verstehen.“ Es sei zwar gut für alle Beteiligten, so früh Klarheit zu besitzen. Andererseits neutralisiere sich ein Bürgermeister in gewisser Weise dadurch, da die Kommunalpolitik sich neu orientiere. „Wir sind schockiert und müssen uns erstmal sammeln“, meinte Matthias Heck, Vorsitzender der FWG-Fraktion: „Damit haben wir nicht gerechnet.“ Überrascht zeigte sich auch Annegreth Schultze-Ueberhorst von der FDP, denn Wolfgang Gottschalk habe nach ihrem Eindruck vor einiger Zeit noch Interesse bekundet weiterzumachen. Die Suche nach einem gemeinsamen Kandidaten, wie von Wieck vorgeschlagen, schließt sie nicht aus. Ähnlich sieht das Irmgard Althoff von „WIR Edertaler“: „Allerdings ist es für diese Frage im Moment noch zu früh.“ Sie vermutet, dass nach der Ankündigung Gottschalks bei „einigen Edertalern die Alarmglocken läuten und sie sich fragen: Wie geht’s weiter? Wer kommt jetzt?“ Der Schritt des Bürgermeisters habe überrascht, aber wie Annegreth Schultze-Ueberhorst bewertet Irmgard Althoff die frühzeitige Bekanntgabe seines Entschlusses als positiv. Von Matthias Schuldt Mehr in der WLZ-Printausgabe vom 27. Oktober 2011

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