Einzelhandelsentwicklung in der Innenstadt wird weiter beraten

Bad Wildungen: Warten auf Ideen von Projektentwicklern für Parkplatz Brunnenallee 1

Noch nicht vom Tisch: Projektentwickler sollen eine Einzelhandelsnutzung auf dem Parkplatz Brunnenallee 1 vorstellen. Foto: Hans Blossey

Bad Wildungen – Eine Beerdigung allererster Güteklasse wollten die freien Wähler sämtlichen Plänen für Einzelhandel auf dem Parkplatz Brunnenallee 1 bereiten. Doch sie scheiterten mit ihrem Vorstoß in der letzten Sitzung der Stadtverordneten vor der Sommerpause.

Horst Reis begründete den Antrag für die FWG: Über Jahre hinweg seien alle Bemühungen ins Leere gelaufen, weil alle Entwickler Grundstücksflächen vom Nationalparkamt und von privaten Eigentümern benötigen, um einen Markt von 1600 Quadratmetern zu bauen. Doch der Nationalpark verzichte nicht auf diesen Standort.

Die Freien Wähler schlugen vor, statt dessen dem Herkules-Markt endlich den Umzug an die Itzelstraße zu gestatten. „Bad Wildungen braucht ein besseres Angebot an Lebensmitteln, wie es in anderen Städten zu finden ist“, unterstrich FWG-Fraktionsvorsitzender Dr. Hans Schultheis.

Thomas Buch pflichtete im Namen der Grünen der Haltung der Freien Wähler bei. Regina Preysing (Linke) warnte vor einem „Vollsortimenter mit Kleidung, Haushaltswaren und mehr an der Itzel. „Dann gingen die Geschäfte in der Innenstadt ein.

Bürgermeister Ralf Gutheil merkte dazu an: Herkules habe sehr deutlich gemacht, keinen „Vollsortimenter“ zu planen, sondern einen Lebensmittelmarkt mit identischem Angebot wie an der Odershäuser Straße – aber moderner und übersichtlicher gestaltet; mit niedrigeren Regalen und breiteren Gängen gemäß den heutigen Erwartungen der Kundschaft.

Zugleich räumte Gutheil ein, dass die planungsrechtlichen Hürden nicht leicht zu nehmen seien: „Die geltende Wildunger Liste ist wie eine Verordnung zu betrachten, wie ein Gesetz.“ Sie wurde vor Jahren von den Stadtverordneten verabschiedet und verbietet die weitere Ansiedlung „innenstadtrelevanter“ Geschäfte an der Itzel, um die Kernstadt zu schützen.

Walter Mombrei (SPD) und Marc Vaupel (CDU) räumten zwar ein, dass die Pläne für einen Vollsortimenter oder einen großen Lebensmittelmarkt auf dem Areal Brunnenallee 1 nicht zu verwirklichen seien. Die beiden großen Fraktionen wollen sich aber im Planungsausschuss die Ideen einer Handvoll von Projektentwicklern ausführlich vorstellen lassen. Diese halten auf dem bestehenden Grundstück Brunnenallee 1 – ohne Flächen des Nationalparkamtes und ohne Lebensmittler – das Entwickeln von Einzelhandel durchaus für möglich, etwa in Gestalt eines größeren Bekleidungsgeschäftes. Darum überwies das Parlament mit großer Mehrheit das Thema zur weiteren Beratung in den Planungsausschuss.

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