Tulpenbäume aus privatem Garten in die Dr. Marc-Straße

Bäumchen wechsel Dich: Doppelter Umzug in Bad Wildungen

Pflanzerde als Starthilfe: Bauhof-Mitarbeiter nahmen den Umzug der Bäume vor.

Bad Wildungen – Im Garten wurde es ihnen zu eng: Vier Zierbäume zogen am Donnerstag wenige Meter um an den Rand der Dr. Marc-Straße

. „Zusammen mit den fünf verbleibenden Bäumen in meinem Garten bilden sie jetzt eine Catalpa-Allee am Eingang zum Kurpark“, freut sich Petra Schuster.

Die Bad Wildungerin hatte die neun Kugel-Trompetenbäume vor drei Jahren auf ihrem Grundstück gepflanzt. „Sie sind sehr, sehr schön und haben riesengroße Blätter.“ 600 Euro habe damals ein Exemplar dieser Gattung gekostet, die auch unter dem Namen Tulpenbaum bekannt ist.

Im Garten gediehen sie prächtig – vielleicht zu üppig. Deswegen fragte die Besitzerin vorsichtig in der Stadtgärtnerei nach, ob denn Interesse bestünde, vier dieser auffallenden Zierbäume auf städtischen Grund und Boden umzusetzen und zwar direkt vor ihr Haus an der Dr. Marc-Straße.

„So einen Fall hatten wir bisher noch nie in der Stadtgärtnerei“, bescheinigte Leiter Michael Schmidt. Er war von dem Angebot sofort angetan, zumal sich die vorhandenen Mehlbeeren in der Dr. Marc-Straße nicht sonderlich wohl fühlten. Sie entwickelten sich nur spärlich und wechseln nun ins Landesgartenschaugelände an einen hoffentlich geeigneteren Standort.

Damit machen sie Platz für die Kugel-Trompetenbäume. Am Donnerstag rückte das Bauhof-Team mit Pflanzgeräten zum Umsetzen an. Die Bäume wurden im Garten mit dem Spaten ausgegraben und in vorbereitete Baumlöcher an der Dr.-Marc-Straße gesetzt.

Mit Rücksicht auf das ausladende Kugeldach rückten die Stämme ein wenig von der Fahrbahn ab. Neue Erde und ein aufgelockerter Boden sollen das Anwachsen erleichtern.

Die Gärtner verpassten der Krone einen Pflegeschnitt und versorgten die Bäume mit Wasser. Baumpatin Petra Schuster will das regelmäßige Gießen übernehmen.

„Es ist immer ein Wagnis, wenn Pflanzen umgesetzt werden, die keinen Ballen haben“, gibt Gärtnereileiter Schmidt zu bedenken. Er zeigt sich jedoch zuversichtlich, dass die Bäume bei soviel Pflege angehen. Die Bodenbepflanzung folgt noch.

Baumpatin Schuster ist hoch erfreut, dass ihre Idee ohne langes Zögern umgesetzt wurde. „Die Pflege übernehme ich sehr gern“, signalisiert die Wildungerin und fiebert bereits dem Frühling entgegen, wenn sich die Allee in voller Pracht entfaltet.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare