Wildunger Schülerinnen nutzen Heimvorteil

"Jugend debattiert": Schulsieger diskutieren beim Regionalfinale in Bad Wildungen

Klimanotstand ausrufen oder nicht? Sarah Schwab (links) und Gesine Bogunski vom Gustav-Stresemann-Gymnasium vertraten die Rolle der Befürworter.

Zuhören, reden können, fair und sachlich debattieren – darin übten sich beim Regionalfinale „Jugend debattiert“ im Gustav-Stresemann-Gymnasium (GSG) Schulsieger aus Korbach, Bad Arolsen und Bad Wildungen.

Bad Wildungen – Eine Demokratie braucht Menschen, die kritische Fragen stellen und sich mit anderen Meinungen auseinander setzen.

Nach festen Regeln und Zeitplan

Bei der ersten Finaldebatte in der Aula steigen vier Schulsieger der Sekundarstufe I in den Ring. Thema: „Soll die Schule Schüler und Schülerinnen besonders belohnen, die sich in ihrer Freizeit gesellschaftlich engagieren?“ Nach festen Regeln und Zeitplan tauschen Befürworter und Gegner ihre Argumente aus.

Die Jury mit Birgit Neuhaus (Waldecker Bank), Bettina Schrauf (Hessischer Rundfunk), Christine Teweleit, Carsten Schäfer (beide Alte Landesschule Korbach), bewertet Sachkenntnis, Ausdruck, Gesprächsfähigkeit und Überzeugungskraft.

 Hier punkt Annika Trachte (GSG) bei der Diskussion mit ihren Mitbewerbern. Sie siegt vor Paula Kleinschmidt (Christian-Rauch-Schule Bad Arolsen), Lena Meyl (GSG) und Finn Ole Vogt (ALS).

Die zweite Finaldebatte für die älteren Schüler dreht sich um ein aktuelles Thema in der Sekundarstufe II: Soll unsere Stadt den Klimanotstand ausrufen? Auf jeden Fall – meinen Sarah Schwab und Gesine Bogunski (GSG) und führen stichhaltige Argumente ins Feld. Und sie schlagen vor, auf Silvesterböller zu verzichten zugunsten eines zentralen Feuerwerks.

Tipps und Urkunden

Max Maris Göbel und Lars Viskaal (ALS) geben Kontra. In Zeiten des Coronavirus und anderer erschreckender Nachrichten müssten die Menschen nicht noch mehr in Angst versetzt werden, sind sich beide einig.

 Sarah Schwab hat sich  in der Debatte besonders gut geschlagen, urteilen die Juroren. Sie gewinnt das Finale vor Lars Viskaal, Gesine Bogunski und Max Maris Göbel.

„Eigentlich seid ihr alle Sieger“, betont Bettina Schrauf aus dem Jurorenteam bei der Manöverkritik zum Abschluss des Finales. Denn für die Teilnahme an dem Regionalwettbewerb mussten sie sich zuvor in ihren Schulen qualifizieren. Mit Urkunden und guten Tipps für weitere Debatten endet der verbale Schlagabtausch.

Nach Wetzlar und Fulda

Die beiden Erstplatzierten nehmen am Regionalsiegerseminar vom 11. bis 13. März in Wetzlar teil und an der Landesqualifikation am 2. April in Fulda, kündigt Christoph M. Heise, Regionalkoordinator „Jugend debattiert“, an. Mit einem süßen „Merci“ verabschiedet er seine Amtsvorgängerin Claudia Weiß, die nach 13 Jahren als Koordinatorin ausscheidet.

Grußworte spricht Schulleiterin Iris Blum an Akteure und Zuschauer. Umrahmt wird das Debattenfinale von der Band des GSG unter der Leitung von Rebecca Möller mit den Titeln „Big in Japan“, „I told you“ und „Rehab“.

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