Diskussionen im Stadtparlament

Noch Fragen offen für zweite Saison der mobilen Eisbahn in Bad Wildungen

Kufenspaß: Das Parlament ebnet den Weg für die zweite Saison einer mobilen Eisbahn. Erfahrungen aus dem vergangenen Winter und der städtischen Zuschss liefern aber noch Beratungsstoff für den Finanzausschuss. ArchivFoto: Höhne

Bad Wildungen – Die mobile Eisbahn im Winter bereicherte Freizeitaktivitäten und belebte die Stadt. Darin sind sich die Stadtverordneten weitgehend einig. Am Montagabend ebnete das Parlament den Weg für eine Wiederholung.

Offene Fragen soll aber noch der Finanzausschuss klären.

„Wir sind bemüht, die mobile Eisbahn zu erhalten“, versicherte Bürgermeister Ralf Gutheil. Er verwies jedoch auf den auferlegten Sparzwang und Finanzierungslücken an anderen Stellen. Im vorigen Jahr habe die Stadt 47 900 Euro für die temporäre Eisbahn ausgegeben, informierte der Rathauschef. 

Stadtverordnete mehrerer Fraktionen wünschten bereits in der April-Sitzung, dass die Eisbahn im nächsten Winter wieder auf dem Parkplatz Brunnenallee 1 aufgebaut wird. Weil sich der Bürgermeister mit Verweis auf die angespannte Finanzlage aber keine verbindliche Entscheidung abringen ließ, brachte die CDU im Mai einen Antrag mit konkretem Vorschlag zur Finanzierung ins Parlament ein.

„Die mobile Eisbahn war eine gelungene Attraktion, und mit einer weiteren Saison würden wir ein überregionales Alleinstellungsmerkmal im Umkreis von 40 Kilometern realisieren“, meinte Andrea Spangenberg. Der Magistrat soll einen Anbieter beauftragen und einen Zuschuss bis 30 000 Euro bereitstellen, lautete der Beschlussvorschlag der CDU. Der Parkplatz sei schon entsprechend hergerichtet. Der private Betreiber Dennis Ruppert, der die mobile Eisbahn im vorigen Jahr zum ersten Mal aufgebaut hatte, habe im Vorfeld 140 000 Euro investiert.

Beim Start seien 16 000 Euro durch Sponsoren zusammen gekommen. „Dieses Jahr liegen Zusagen bis zu 20 000 Euro vor.“ Der Betreiber werde diesmal mit maximal 30 000 Euro aus der Stadtkasse auskommen, schätzte Spangenberg. Sie schlug vor, diese Summe aus den Rücklagen zu finanzieren.

Alternativ könnte auch über den Austritt aus dem deutschen Heilbäderverband nachgedacht werden, um freies Geld von 40 000 Euro zu beschaffen. Der Verbleib biete „keinen nennenswerten Mehrwert“.

Für die Grünen sprach sich Klaus Stützle für eine Wiederholung der mobilen Eisbahn aus, „aber ohne städtische Mittel“. Auch aus Sicht der SPD rechtfertigen die Erfahrungen aus dem ersten Winter eine Fortführung des Angebots, argumentierte Wolfgang Nawrotzki. Bei Dekoration und Gestaltung indes sei „noch viel Luft nach oben“.

Bei einer Gegenstimme wurde der CDU-Antrag beschlossen. Per Zusatzantrag der SPD-Fraktion wurde der Magistrat einstimmig beauftragt, Erfahrungen aus dem Vorjahr und Zahlen zur Finanzierung für eine Beratung im Finanzausschuss vorzulegen.

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