Spitzenposition in Hessen in 2019 ausgebaut

Bad Wildungen: Rekord bei Gästeankünften, Steigerung bei Übernachtungen

Steigende Zahlen: Bei der Gästestatistik in 2019 baute Bad Wildungen seinen Vorsprung im hessischen Heilbäderverband weiter aus, davon profitieren Kliniken, Hotels und Pensionen. Foto: Hans Blossey

Die „Beherbergungsstatistik“ des Hessischen Statistischen Landesamts weist für 2019 erfreuliche Zahlen aus. Bad Wildungen erzielte ein kräftiges Plus bei den Gästeankünften und zudem eine leichte Steigerung bei den Übernachtungen.

Bad Wildungen/Reinhardshausen – Von Januar bis Dezember sind in Betrieben ab zehn Betten mit 140 151 Gästen glatte 3 Prozent mehr als 2018 angereist. Das ist ein Rekord. Im selben Zeitraum wurden mit 1,449 Millionen auch 0,9 Prozent mehr Übernachtungen gezählt, die durchschnittliche Aufenthaltsdauer betrug 10,3 Tage. Bis auf das Ausnahmejahr 2013, wo ein einmaliger Rückgang verzeichnet wurde, stiegen die Zahlen von Jahr zu Jahr an.

Vor Wiesbaden und Willingen

Das Heilbäderzentrum Bad Wildungen baut seine Spitzenposition unter den hessischen Heilbädern und Kurorten mit Abstand vor Wiesbaden (1,3 Millionen) und Willingen (1,04) Übernachtungen aus.

Bürgermeister Ralf Gutheil und Reckhard Pfeil vom Stadtmarketing verwiesen erneut auf die „Tücken“ der Statistik: wegen der Erfassung erst ab Betrieben mit zehn Betten sind die vielen heimischen Kleinbetriebe nicht enthalten. Weitere Zahlen liefert dazu die eigene Statistik aus den Kurbeitragseinnahmen. „Man kann sicher ohne Übertreibung von weit über 145 000 Gästen und mehr als 1,5 Millionen Übernachtungen im letzten Jahr sprechen“, ist Bürgermeister Gutheil überzeugt.

Nummer drei unter deutschen Heilbädern

Auch Kurzübernachtungen in Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen nahmen zu. Kliniken haben sich teils neu aufgestellt und weiter spezialisiert, bieten medizinische Leistungen auf höchstem Niveau, betont Gutheil. Die stetige Zunahme der Gästezahlen belege auch, dass die in einigen Kliniken erfolgte Umwandlung bisheriger Reha- in nicht mehr einzurechnende Akutbetten durch andere Bereiche mehr als kompensiert worden sei, ergänzt Pfeil.

Trotz aller Vernetzungen müsse jeder Akteur seine Aufgaben erledigen. Bad Wildungen als Nummer drei unter den deutschen Heilbädern und seine Leistungsträger könnten nicht darauf warten, dass Partner wie der Heilbäderverband, das Waldecker Land oder die GrimmHeimat ausreichend Gäste für die heimischen Betriebe rekrutieren könnten.

14 674 Teilnehmer bei den Gästeführungen

Es brauche attraktive Angebote der privaten Beherbergungsunternehmen, damit die Gäste nach ihrer Kur, Reha oder Anschlussheilbehandlung als Urlauber oder Gesundheitsurlauber zurückkehren. Neben Angeboten für Gesundheit und Wellness, Veranstaltungs-Arrangements, Stadterlebnis, Märchen, seien auch das starke Themenfeld „Wandern“ und das weiter ausgebaute Reisegruppen-Geschäft – oft mit den Partnern aus der Erlebnisregion Edersee – wichtig.

Auch bei Gäste- und Erlebnisführungen sowie Gruppenreisen hat die Badestadt weiter zugelegt. Allein die Zahl der Gästeführungen stieg von 406 auf 464, dabei wurden 14 673 Teilnehmer (2018: 11 600) von fachkundigen Gästeführern betreut.

Der weiterhin positive Trend belegt laut Reckhard Pfeil auch, dass alle Marketingmaßnahmen durchweg erfolgreich waren.

Über 35 Millionen Übernachtungen in ganz Hessen

Bei allen hessischen Heilbädern stieg die Zahl der Gästeankünfte leicht auf insgesamt 2,77 Millionen (Plus von 50 000) und die der Übernachtungen auf 10 Millionen (Plus 160 000). Zum Vergleich: In ganz Hessen wurden von Januar bis Dezember 2019 insgesamt 15,9 Millionen Gästeankünfte (plus 2,2 Prozent) und 35,6 Mio Übernachtungen (plus 2,5 Prozent) verzeichnet, die Heilbäder steuern also rund 28 Prozent der Übernachtungen zum Landesergebnis bei

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