Stadtparlament beschließt einstimmig Antrag der CDU

Kleines Corona-Hilfspaket in Bad Wildungen: Läden und Lokale dürfen kostenlos städtische Flächen nutzen

Mehr Platz auf städtischen Flächen: Lokal- und Ladeninhaber in Bad Wildungen nutzen Bereiche vor ihren Betrieben, die in Zeiten der Coronakrise unbürokratisch überlassen werden. Im Bild ein Café in der Altstadt. Foto: Rainer Rüsch

Läden und die Gastronomie sind von der Coronakrise besonders betroffen. Unbürokratische Unterstützung leistet die Stadt Bad Wildungen.

Bad Wildungen – Auf Antrag der CDU beschloss das Stadtparlament, Geschäftsinhabern und Gastronomen die Nutzung städtischer Flächen vor ihren Betrieben großzügig zu gestatten, soweit dies möglich ist. Auf Gebühren wird verzichtet.

Einkaufsbummel in Läden für viele Menschen offenbar eine Hemmschwelle

„Nach zweieinhalb Monaten Umgang mit Corona kehrt eine gewisse Routine ein“, sagte Marc Vaupel (CDU) in der Stadtverordnetenversammlung in der Wandelhalle. Das Einkaufsverhalten indes sei noch weit weg von der Normalität. „Die meisten berichten, die Geschäfte sind viel schlechter frequentiert, es herrscht kein Einkaufsfeeling.“

Offenbar sei der Gang ins Geschäft in Coronazeiten für viele Menschen  eine Hemmschwelle. Kaufanreize könnten dagegen Warenauslagen unter freiem Himmel setzen, meint Vaupel.

Waren und Bewirtung im Freien als Kaufanreize

Auch für Lokale sei Platz auf städtischen Flächen willkommen, um mehr Tische und Stühle aufzustellen. Die Stadt Bad Wildungen sollte dies „als kleines Hilfspaket, das uns nicht besonders wehtut, auf den Weg bringen“, forderte der Fraktionsvorsitzende.

„Tatsächlich ist es so, dass die Stadtverwaltung schon seit einiger Zeit danach handelt“, informierte Bürgermeister Ralf Gutheil. Um mehr Platz für die Bestuhlung bei den geltenden Abstandsregeln zu schaffen, würden städtische Flächen bereits mit genutzt. Das klappe leider nicht überall. Das Ordnungsamt trete auch gezielt an Gastronomen heran und berate sie.

Bürgermeister Gutheil: "Überschaubare Summe, aber ein gutes Signal."

„Es wäre auch denkbar, Teile der kleinen Allee mit zu nutzen,“ schlug Gutheil vor. Er begrüßte den vorgeschlagenen Verzicht auf die sonst üblichen Gebühren für die Sondernutzung. „Das wären 2500 bis 3000 Euro im Jahr. „Das ist eine überschaubare Summe, aber ein gutes Signal.“

Zustimmung zum CDU-Antrag signalisierte Rainer Paulus für die SPD. „Wenn man über die Brunnenallee geht, sieht man jetzt schon, dass viele Quadratmeter mit genutzt werden – besonders vor Eisdielen und Cafés.“

Auch Stephan Schraps (FDP) überzeugten die Argumente. „Wenn wir einen kleinen Obolus von unserer Seite leisten können, dann sollten wir das tun, um die lokale Wirtschaft zu fördern.“

Einstimmig brachten die Stadtverordneten dieses „kleine Corona-Hilfspaket“ auf den Weg.

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