Ausblick auf Projekte - von Heloponte bis alte Molkerei

Bad Wildungen: In 2020 ist die Zeit reif für wichtige Entscheidungen

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Wildungen im Fokus: Für einige wesentliche Projekte der Stadtentwicklung werden im nächsten Jahr die entscheidenden Beschlüsse erwartet.

In 2020 werden bei wichtigen Bad Wildunger Projekten endlich die entscheidenden Beschlüsse erwartet.

Bad Wildungen – Das Jahr 2019 endete mit Aufregern wie die Personalnot im Stadtbusverkehr, dem Schlagabtausch über den Erhalt des Schlachthofs und die Dauerbrenner der Stadtpolitik.

Sehr emotional ging es bei den einzelnen Themen bisweilen zur Sache. Vor allem der Ausfall von Buslinien erzürnte Betroffene. „Es sind viele Mails im Rathaus eingegangen, teils mit Beschimpfungen und Beleidigungen – das war sehr unschön“, sagt Bürgermeister Ralf Gutheil.

Sondersitzung für den Neubau des Heloponte II

Ein positives Beispiel dagegen: Das Integrierte städtebauliche Entwicklungskonzept (ISEK) für die Wildunger der Altstadt wurde einvernehmlich auf einen guten Weg gebracht.

Geduld ist weiterhin beim defekten Aquachorus im Landesgartenschaugelände nötig, der seit Monaten außer Betrieb ist. Kürzlich wurden Aufträge für Abdichtung und Aufbau für 150 000 Euro an zwei Firmen vergeben. Gutheil: „Sobald Wetter- und Auftragslage es zulassen, geht’s los.“

Langer Atem ist beim Haus Oestreich gefragt, und auch beim Kurhaus tut sich nichts. Der Magistrat hat die Frist für die Planungs-Vereinbarung bis Ende April verlängert.

Im neuen Jahr stehen einige wichtige Entscheidungen an. Allen voran eine Herzensangelegenheit der Wildunger: Der Neubau des Schwimmbads. Allein um dieses Millionenprojekt dreht sich eine Sondersitzung des Stadtparlaments am Dienstag, 21. Januar. Alle Varianten mit Für und Wider, Gesamtkosten und jährlichem Zuschussbedarf kommen auf den Prüfstand als Grundlage für eine baldige Entscheidung der politischen Gremien. 

Wichtige Themen stehen in Kürze an. 

Grenztrail: Spätestens in der Februar-Sitzung soll feststehen, ob Bad Wildungen mitmacht. Die Zeit drängt, weil Fördergelder für den Kreis auf dem Spiel stehen. 

Schlachthof: Für eine Wiederinbetriebnahme der Schlachtstätte hat der Landkreis Waldeck-Frankenberg einen Gutachter zur Ermittlung der Kosten beauftragt. 

Brunnenallee 1: An einer Übersicht aller bislang vorgestellten Varianten zu einer angedachten Aufwertung dieses innerstädtischen Bereichs wird noch gearbeitet. Sie dient dann als Richtschnur für eine Entscheidung. 

Ehemalige Molkerei: Ob der Herkules-Markt von der Odershäuser Straße an die Itzel umziehen darf, ist erst ein Thema, wenn die Planungen über die Neugestaltung des Parkplatzes Brunnenallee 1 abgeschlossen sind. „Dann können wir uns endlich auf die Itzelstraße konzentrieren“, sagt Gutheil. „Das, was mit der Wildunger Liste bewirkt werden sollte, nämlich der Schutz der Innenstadt, hat nicht richtig funktioniert.“ Zu einer der nächsten Sitzungen der politischen Gremien wird ein Sprecher von Edeka/Herkules eingeladen. Er soll Pläne vorstellen und Fragen beantworten. Geplant sei keine Sortimentserweiterung in der Itzelstraße, sagte Gutheil. 

Nicht in städtischem Besitz, aber trotzdem immer wieder im Fokus ist die Bauruine der Parkhöhe. „Das Brandschutzgutachten liegt inzwischen vor“, informierte der Bürgermeister, somit könne der Umbau weitergehen. 

Im neuen Jahr rechnet Gutheil auch mit dem Baubeginn für die Vitos-Tagesklinik. Der erste Spatenstich an der Königsquelle war ursprünglich im Oktober geplant. Intensiv wird laut Gutheil wieder über einen Neubau der Beruflichen Schulen in Bad Wildungen diskutiert.

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