Verzögerungen beim Kanalbau

Bad Wildungen: Zwangspause an Baustelle im Hedwig-Schnorr-Weg

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Ruht seit sechs Wochen: Die Baustelle am Hedwig-Schnorr-Weg am Landesgartenschaugelände. 

Bad Wildungen – Die Kanalbauarbeiten am Hedwig-Schnorr-Weg sind ins Stocken geraten.

Vor sechs Wochen unterbrach die beauftragte Baufirma überraschend die Arbeiten am Eingang zum Landesgartenschaugelände, seither ruht die Baustelle. Der Fußweg bleibt komplett gesperrt.

„In der 43. Kalenderwoche soll es weitergehen“, sagte Petra Schirmacher vom Stadtbauamt auf WLZ-Nachfrage. Hintergrund der nicht eingeplanten Zwangspause sei fehlendes Fachpersonal. Wenn ein Polier oder Bauleiter fehle, reisten Baufirmen meist kurzfristig ab, weil kein Ersatz zu finden sei. Schirmacher: „Das ist ein großes Problem, auch an anderen Baustellen.“

In einem Teil des Hedwig-Schnorr-Wegs und entlang der Wilde soll das Kanalnetz erneuert werden – und zwar in Vorbereitung zum Ausbau des Königsquellenwegs. Die Kanalerneuerung erfolgt im so genannten Berstlining- und im Spülbohrverfahren.

Das Berstlinigverfahren ist bereits abgeschlossen. Die alte Rohrleitung wurde aufgebrochen und in den umgebenden Baugrund verdrängt, gleichzeitig wurde ein neues Rohr eingezogen. Das horizontale Spülbohrverfahren stehe noch aus. „Da wird eine Rohrleitung unterirdisch verlegt, ohne dafür Gräben ausheben zu müssen,“ erläutert Schirmacher. Die Kosten für das gesamte Bauprojekt belaufen sich auf 150.000 Euro.

Wenn alles klappt mit dem neu gesteckten Zeitplan soll auch noch der schmale Fußweg in diesem Jahr ausgebaut werden, kündigt Bauamtsmitarbeiterin Angelika Seifert an.

Erst nächstes Jahr gehe es dann weiter mit dem Ausbau des Königsquellenweg. Erneuert werden dort Kanal- und Wasserleitungen, abschließend ist Straßenbau vorgesehen.

Weil Fachpersonal bei den Bauunternehmen fehle, komme es auch in Bad Wildungen vermehrt zu nicht eingeplanten Stopps an Baustellen. „Auch beim barrierefreien Ausbau der Bushaltestellen hatten wir so ein Problem“, sagte Angelika Seifert vom Stadtbauamt. „Ein Polier hatte einen Unfall – und es fand sich kein Ersatz.“ 

Die Baufirmen seien personell unter Druck, „das macht es auch sehr, sehr schwer für uns“, sagte die Bauamtsmitarbeiterin

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