Vier Monate dauerten die Instandsetzungsarbeiten

Hallenbad im Bad Wildunger Heloponte wird am 28. September wieder geöffnet

Instandgesetzt: Heloponte-Betriebsleiter Hans-Jürgen Kramer (links) und Bürgermeister Ralf Gutheil überzeugen sich vom Fortschritt der Reparaturarbeiten im Hallenbad, das am Samstag wieder geöffnet wird. Foto: Matthias Schuldt

Bad Wildungen – Vier Monate war das Heloponte-Hallenbad wegen Instandsetzungsarbeiten außer Betrieb. Am Samstag, 28. September, öffnet das Hallenbad wieder für den regulären Badebetrieb. Die Freibadsaison geht dann zu Ende.

Ungeachtet der noch laufenden Diskussion über den zukunftsweisenden Neubau des „Heloponte II“ werde alles getan, um das bestehende „Heloponte I“ mit all seinen Attraktionen instand zu halten, sagte Bürgermeister Ralf Gutheil. „Wir gehen davon aus, dass wir unser vertrautes Heloponte, das inzwischen 42 Jahre alt ist, noch mindestens drei Jahre nutzen können und wollen. Daher ist es richtig und wichtig, notwendige und vertretbare Instandsetzungsarbeiten durchzuführen“.

Jedes Jahr während der Sommermonate schließt das Hallenbad für übliche Wartungsarbeiten. Im Hallenbad mit Umkleiden, Sauna und Technik-Bereich wurden Korrosionsschäden und Undichtigkeiten behoben, Filter ausgetauscht, Teile erneuert.

Rund ein Dutzend Handwerksfirmen und die Mitarbeiter des Heloponte waren dabei in den vergangenen Wochen im Einsatz. Rechtzeitig zum Abschluss kamen die Arbeiten jedoch nicht, weil ein Zulüfter ausgefallen war. Ein neuer Lüfter wurde eigens für das Heloponte angefertigt und ist inzwischen eingebaut.

Bis zur Öffnung des Hallenbades am Samstag bleibt das Freibad noch geöffnet. „Bei einer Wassertemperatur von 24 Grad ist es sehr angenehm, auch bei der etwas kühler werdenden Umgebung im Freibad zu schwimmen“, meint Kramer. „Fazit: Heloponte I ist in Betrieb!“ Der Betriebsleiter – erst seit kurzem im Amt – hat für das Team ein dickes Lob parat. „Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben ihr Heloponte im Griff und reagieren sofort, wenn sich eine Schwachstelle aufzeigt, damit diese nach Möglichkeit auch umgehend behoben werden kann.“

Schäden durch Rost und undichte Stellen im Bad Wildunger Heloponte

Etliche Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten wurden in den vergangenen Monaten im Heloponte erledigt. In der Summe kosteten all diese Maßnahmen etwa 95 000 Euro, zieht Heloponte-Betriebsleiter Hans-Hürgen Kramer Bilanz. Sie betrafen verschiedene Bereiche. 

Hallenbad:

 Der Zulüfters für das gesamte Hallenbad wurde ausgetauscht. Dieser Lüfter musste in Italien extra angefertigt werden und hatte eine lange Lieferzeit. 

Filter im Massagebecken vor der Sanierung.

Etliche Mängel wurden am Massagebecken behoben. Der Fliesenbelag der undichten Überlaufrinne sowie völlig verrostete Flansch-Anschlüsse unter dem Becken wurden ausgetauscht, um Undichtigkeiten zu beheben und die Wasserverluste zu minimieren. Eine Grundsanierung des Beckens würde mindestens 250 000 Euro kosten, berichtet Heloponte-Betriebsleiter Hans-Jürgen Kramer. „Das wäre angesichts der absehbaren Laufzeit unverhältnismäßig teuer.“ Eine Stilllegung des Massagebeckens sollte aber unter allen Umständen vermieden werden. Saniert wurde auch der Stahlfilter des Beckens. 

Im Sportbecken wurden der Filter ausgetauscht und der Fliesenbelag der Überlaufrinne erneuert. Die von Korrosion überzogene Treppe im Rutschen-Turm wurde instandgesetzt. „Nach einer nicht ganz einfachen Sandstrahlung wurde ein neuer Schutzanstrich aufgebracht“, erläutert Kramer. Ein Teil der Kunststoffröhre in der Riesenrutsche unmittelbar vor dem Auslauf wurde saniert. Außerdem wurden das undichte Dach repariert, defekte Deckenplatten sowie Fliesen im Umkleide-Bereich ausgetauscht.

 Sauna:

Korrosionsschäden: Die Treppe zur Riesenrutsche war ein Sanierungsfall.

 Holz-Sitzbänke im Saunabereich wurden erneuert, ebenso der Fliesenspiegel in der Finnischen Sauna. Dusch-Paneelen wurden sowohl in der Damen- als auch der Herren-Sauna angebracht, und zwei Sauna-Öfen in der Finnischen Sauna und der Kräuter-Sauna wurden erneuert.

 Technik-Bereich 

Zusätzliche Stützen wurden unter den Betondecken im Technik-Bereich des Bad Wildunger Schwimmbads aufgestellt.

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