Mutig bei Farbe und Dimension

Bad Wildungen: "Kunst am Bau" schmückt neues Internatsgebäude der Holzfachschule

„Kunst am Bau“: Csilla Klausner, Reinhard Nau (H olzfachschule), Dr. Uwe Krieger (3 Steps), Architekt Markus Jungermann, Dr. Kai Krieger (3 Steps), Bürgermeister Ralf Gutheil, Schulleiter Hermann Hubing , Ali Mojahedi (3 Steps) und Landrat Dr. Reinhard Kubat vor dem künstlerisch gestalteten neuen Internatsgebäude. Fotos: Conny Höhne

Nicht zu übersehen ist die „Kunst am Bau“, die das neue Internatsgebäude der Holzfachschule mit viel Mut zur Farbe ziert.

Bad Wildungen – Schulleiter Hermann Hubing zeigte sich rundum zufrieden mit dem weithin sichtbaren optischen Blickfang, der Motive aus der Holzfachschule im Graffiti- und Street-Art-Stil aufgreift.

"Alles komplett frei Hand"

Entworfen und umgesetzt wurde es von dem Gießener Unternehmen 3 Steps, das sich auf „Urban Art“, Kunst in der Stadt, spezialisiert hat. Dr. Kai und Dr. Uwe Krieger waren mit einem fünfköpfigen Team der Kreativagentur eine Woche in Bad Wildungen. Sie arbeiteten mit Beamer, Sprühflasche, Acryllack und Pinsel an der Außenfassade, trugen Motive und Farbe auf. „Alles komplett frei Hand,“ sagte Unternehmer Dr. Kai Krieger in einer Feierstunde.

Wald, Bäume und Motive aus der Holzfachschule

Entstanden sind drei jeweils drei Meter breite und elf Meter hohe Kunstwerke am Treppenhaustrakt. „Für uns war es die enorme Herausforderung, die Architektur des Gebäudes aufzugreifen und gleichzeitig die Holzfachschule mitzunehmen“, erläuterte Krieger.

Wald, Bäume und Umwelt sind Motive, aber auch die typische Arbeit in den Werkstätten der Schule bei der Holzbearbeitung per Hand und Computer. Dargestellt werde „das Wechselspiel von lebenden und toten Materialien“. Die Kunst an der Holzfachschule sei „laut in der Farbsprache“, passe aber sehr gut zum Gebäude, findet Krieger.

Impuls in Corona-Zeiten

Wer die Bilder intensiv betrachte, entdecke viele Details. Auch die Abkürzungsinitialen der Holzfachschule  seien enthalten. „Es gab viele Nüsse zu knacken, wir sind aber froh, dass wir sie alle geschält bekommen haben“, freut sich der Unternehmer. Das Projekt in Bad Wildungen sei für sein Team eines der anspruchsvollsten Produkte der letzten Jahre gewesen. Gleichzeitig war es ein wichtiger Impuls gerade in Corona-Zeiten, wo für viele Künstler aus der Branche Aufträge weg brechen, bekannte der Gießener.

Um das Treppenhaus auch optisch vom Internatstrakt abzugrenzen, war von Anbeginn daran gedacht, die „Kunst am Bau“ dort zu verwirklichen, sagte Architekt Markus Jungermann. Das ist ist aus Sicht von Schulleiter Hubing bestens gelungen. Lob für das mutige Kunstwerk an dem neuen 5,8 Millionen teuren Gebäude zollten auch Landrat Dr. Reinhard Kubat und Bürgermeister Ralf Gutheil.

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