Interesse an Weiterbildung ungebrochen

Vorsichtiger Optimismus nach der Wiedereröffnung der Holzfachschule

49 Tage geschlossen: Seit dem Ende des Corona-Shutdowns geht es im Volldampf weiter an der Holzfachschule.

Etwa zwei Monate nach ihrer Wiedereröffnung zieht das Team der Holzfachschule ein erstes Fazit und blickt vorsichtig optimistisch in die Zukunft.

Bad Wildungen – Sollte es so bleiben, wird die Bildungseinrichtung alle ausgefallenen Lehrveranstaltungen ohne finanzielle Einbußen nachholen können.

Die Corona-Pandemie gut überstehen

Bei der Arbeit: Dozent Andreas Bognanni (Mitte) stellt Techniker-Projekte wie den Bau von Holzkanus vor.

„Wenn wir nicht noch einen zweiten Shutdown bekommen oder aber eine Infektion direkt an unserer Schule, dann werden wir die Corona-Pandemie relativ gut überstehen“, sagt Hermann Hubing, Geschäftsführer und Schulleiter.

Durch frühzeitige Schließung und Beantragung von Kurzarbeitergeld für die Belegschaft gelang es, die gravierenden Einnahmeverluste durch deutliche Kostenminimierung weitgehend zu kompensieren. Hubing würdigte besonders das konstruktive Miteinander von Betriebsrat und Geschäftsführung. Gemeinsam sei ein Modell realisiert worden, bei dem seitens der Schule das Kurzarbeitergeld für alle Mitarbeiter bei gleichzeitiger Kürzung von Urlaubsansprüchen auf 100 Prozent angehoben wurde.

Bis Ende September alle ausgefallenen Kurse an Holzfachschule nachholen

Nach der Wiederaufnahme des Schulbetriebs sei es auf dem weitläufigen Gelände möglich, die ausgefallenen Angebote nachzuholen. Um sämtliche Kurse nachzuholen und alle Schüler qualifiziert auf ihre Prüfungen vorbereiten zu können, verzichteten die Mitarbeiter sogar auf eine Woche Betriebsurlaub. 

Darüber hinaus willigten sie ein, auch freitagnachmittags und an einigen Samstagen zu unterrichten. Mit den anfallenden Überstunden können die Mitarbeiter ihren aufgrund der Aufstockung des Kurzarbeitergeldes gekürzten Urlaub wieder kompensieren. Ein gutes Zeichen: Im Zuge des Corona-Shutdowns seien keine Kurs-Anmeldungen seitens der Teilnehmer storniert worden, merkt Hubing an. 

Im Gegenteil: Für die anstehenden Meisterkurse musste aufgrund der hohen Nachfrage sogar eine Warteliste eingeführt werden.

Bis Ende September, so die Planung, sollen alle ausgefallenen Lehrveranstaltungen nachgeholt werden. Dabei entstünden weder den Teilnehmern noch den Mitarbeitern oder der Holzfachschule finanzielle Einbußen, signalisiert Hubing.

Interesse an Weiterbildung ungebrochen

Interesse aus ganz Deutschland: Teilnehmer eines Informationswochenendes in der Holzmustersammlung der Bad Wildunger Holzfachschule. Foto: Holzfachschule Bad Wildungen/pr

Das Interesse an Weiterbildung an der Holzfachschule ist ungebrochen. Im Rahmen eines kostenlosen Info-Wochenendes nutzten Interessierte aus dem gesamten Bundesgebiet die Möglichkeit, sich über die Kurse und Lehrgänge zu informieren.

 Im Durchschnitt nehmen 14 Teilnehmer an den üblichen Informationswochenenden teil, diesmal waren es 17 Interessenten. Das sei im Zeichen der Coronakrise „eine tolle Marke“, sagte Schulleiter Hermann Hubing. 

Durch Labore, Werkstätten und Schulungsräume

Schulleiter und Dozenten informierten ausführlich über die Geschichte der Holzfachschule, das Leben auf dem Campus in Bad Wildungen sowie die Kursangebote. Zahlreiche Fragen gab es zu Tischler-, Industrie- sowie Bestattermeister-Kursen, zu Holztechniker-Lehrgängen oder dem Lehrgang zum Fachwirt für Holzindustrie und Holzhandel.

 Im Fokus stand wie gewohnt die Tischlermeister-Fortbildung. Schüler aus den Techniker- sowie Meisterklassen berichteten aus Schülersicht über Kurse und Schule. 

Bei einem Grillabend und Gesprächen mit Dozenten klang der erste Tag aus. Nach einer Nacht im Internat sowie einem gemeinsamen Frühstück führte ein Rundgang über den weitläufigen Campus inklusive der Besichtigung der Werkstätten, Labore und Schulungsräume

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