Treffpunkt öffnet Türen für Besucher

Bad Wildungen: Betreutes Wohnen im Haus Hufeland

Betreutes Wohnen beim Treffpunkt: Alle 18 Appartements im sanierten Haus Hufeland sind bewohnt.

Bad Wildungen – Seit einem Jahr ist das Haus Hufeland in der Hufelandstraße 16 zweites Standbein des Vereins Treffpunkt. Jetzt öffnete der Verein seine Türen für Besucher.

Zahlreiche Gäste nutzten die Gelegenheit zu einem Rundgang durch die Räume.

Irene Mayer, Teamleiterin für beide Häuser in der Hufelandstraße, stellte Silvia Seelbach und Joachim Boucsein als pädagogische Mitarbeiter im Haus Hufeland vor, in dem der Treffpunkt 18 Appartements im betreuten Wohnen anbietet.

„Sie leisten ganz wichtige Arbeit“, stellte Erster Kreisbeigeordneter Karl-Friedrich Frese fest. Die Einweihung nach einem Jahr mit ersten Erfahrungen zu feiern, begrüßte er ausdrücklich.

Frank Nikutta vom Landeswohlfahrtsverband Kassel zeigte sich begeistert von der alten Villa. Als überregionaler Träger erfülle der LWV nicht nur den gesetzlichen Auftrag. „Uns ist die Selbstständigkeit von Menschen mit psychischer Beeinträchtigung ganz wichtig.“ Nikutta lobte den Eigentümer von Haus Hufeland, Florice Flügge, der Wohnraum für das betreute Wohnen zur Verfügung gestellt habe. Das unterstrich auch Bürgermeister Ralf Gutheil und würdigte gleichzeitig die Mitarbeiter für ihre geleistete Arbeit. Friedhelm Koch, vom Vorstand des Kreisverbands der Treffpunkte sagte, dass man sich die Entscheidung, Haus Hufeland zu mieten, nicht leicht gemacht habe. „18 Appartements – das ist eine große Hausnummer“, sagte er. „Mietvertrag und Betreuerverträge sind strikt getrennt“. Das neue Bundesteilhabegesetz stellte das Team zusätzlich vor neue Herausforderungen. „Ihr macht das richtig klasse,“ lobte er die Mitarbeiter. Grüße von der Gemeinde Edertal überbrachte Bürgermeister Klaus Gier. Vor der Besichtigung beider Häuser spielten und sangen die „Treffpunkt Lerchen“ aus Frankenberg „Schön ist es auf der Welt zu sein“, und zauberten so manchem Gast ein Lächeln ins Gesicht.

Ursula und Michael Flügge berichteten, wie ihr Sohn Florice die leer stehende Villa ersteigerte. „Wir haben sie liebevoll saniert“, sagte Ursula Flügge. Zahlreiche Auflagen für Brand- und Denkmalschutz mussten erfüllt werden. Die Familie, die sich sozial engagieren wollte, sei „sehr glücklich“, das Haus an den Treffpunkt zu vermieten.

In ihrem Büro im Haus Hufeland berichtete Silvia Seelbach über ihr Wirken: „Wir stehen mit vielen Klienten in engem Kontakt.“ Oft seien die Mitarbeiter mit den Klienten unterwegs zu Ämtern, Therapien oder Jobcenter. Neben den 18 Appartements, die alle bewohnt sind, gibt es Gemeinschaftsraum mit Billardtisch und Tisch-Kicker sowie Wasch- und Trockenraum. „Die Klienten wünschen sich noch eine Dartscheibe.“ Aber auch eine gemeinschaftliche Kochküche fehle noch.

VON SABINE DEGENHARDT

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