Über 100 Teilnehmer  aus dem Landkreis

Natur verbindet: Inklusiver Kreiswandertag in Reinhardshausen

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Erlebnis- und Bewegungsstationen boten Abwechlsung für die jüngsten Wanderer.

Bad Wildungen-Reinhardshausen – Beim inklusiven Kreiswandertag am Samstag in Reinhardshausen wurden Barrieren überwunden. 

„Wandern als verbindendes Element nutzen und Barrieren im Kopf durch Gemeinschaftliches Naturerleben abbauen“ – das war die Leitidee für einen Inklusiven Wandertag.

 Der Vorsitzende der Aktion für Behinderte Menschen Waldeck-Frankenberg, Oberst a. D. Jürgen Damm, und ein großes Organisationsteam haben lange darauf hingearbeitet. 

Am Samstag folgten rund 100 Menschen mit und ohne Behinderung der Einladung zur inklusiven Wandertour.

Sonnenstrahlen hätten vielleicht noch Kurzentschlossene zum Start am Ortsrand gelockt, aber auch mit ein paar Regentropfen fiel die Begrüßung der Wanderer mehr als herzlich aus. Persönlich, oft mit Handschlag, Umarmung und ganz viel Anerkennung hieß Damm Teilnehmer aus dem gesamten Landkreis willkommen.

Jung und alt mit und ohne Behinderung, mehr oder weniger sportlich – sie kamen, um den nächsten wichtigen Schritt hin zu einem im doppelten Sinne barrierefreien Leben zu machen. Damm hieß auch Vertreter aus Landtag, Kreistag, Städten, Verbänden und Organisationen zu der Wanderung willkommen. Schirmherr Landrat Dr. Reinhard Kubat würdigte die Arbeit des Vorsitzenden und seines Teams und das unermüdliche Engagement im Zeichen der Inklusion.

Mit Unterstützung von Natur- und Nationalpark wurden sechs Wandertouren zwischen drei und zwölf Kilometern angeboten. Bei Exkursionen zum Kurpark nach Bad Wildungen, zum Schieferbruch am Hahnberg, in den Hutewald oder auf den Homberg stand nicht der Leistungsgedanke sondern das gemeinsame Erleben im Mittelpunkt. Der Langsamste gab das Tempo vor, und gegenseitige Rücksichtnahme und nette Gespräche bestimmten den Ablauf.

Unterwegs waren Spiele und Informationen vorbereitet. Wanderer wurden ermutigt, den Wald mit geschlossenen Augen zu fühlen. Ein Team des TSV Frankenberg zeigte, wie Wald, Inklusion und Sport zusammenpassen. Seilspingen und Zielwerfen boten den jüngsten Teilnehmern Abwechslung auf dem Weg zum gemeinsamen Tagesziel.

Beim Reinhardshäuser Kartoffelfest klang die Wanderung gesellig aus. Gemeinsam wurde gegessen, gefeiert und von den ganz persönlichen Erlebnissen berichtet.

VON TINA FISCHER

Bilder vom inklusiven Kreiswandertag in Reinhardshausen

vom inklusiven Kreiswandertag in Reinhardshausen. 

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