Kellerwaldverein befürwortet Vorhaben in drei Kommunen

Ein Museum soll ins Hundsdorfer Forsthaus

Vom Forsthaus zum Museum: In Hundsdorf soll die Entwicklung der heimischen Kulturlandschaft und die nachhaltige Forstwirtschaft dargestellt werden. Foto: Kellerwaldverein/pr

Bad Wildungen – Der Vorstand des Vereins Region Kellerwald-Edersee beriet im Restaurant/Café „Zur Kaiserbuche“ in Hemfurth/Edersee über Projekte, die aus dem LEADER-Topf oder der „Gründung und Erweiterung von Kleinstunternehmen“ gefördert werden sollen.

„Alle wurden befürwortet, so dass entsprechende Förderanträge gestellt werden können“, sagt Regionalmanagerin Lisa Küpper.

Im Bad Wildunger Stadtteil Hundsdorf ist die Umnutzung des ehemaligen Forsthauses zu einem Museum geplant. Inhalte der Ausstellung: Die Entwicklung der heimischen Kulturlandschaft und nachhaltige Forstwirtschaft. Damit verbunden sind auch Outdooraktivitäten. Der Trägerverein des Forstmuseums will in bauliche Maßnahmen investieren und viel Eigenarbeit dabei einbringen. Das Vorhaben wird durch die Stadt Bad Wildungen finanziell unterstützt.

In Edertal steht die Modernisierung einer Fischräucherei in Rehbach und die Aufwertung des gastronomischen Angebotes mit Verkaufsraum an. Die Räucherei soll saniert werden, um EU-Lebensmittelverordnungen einzuhalten. Das Projekt befindet sich an einem touristischen Hotspot der Region, der von Wassersportlern, Badegästen, Campingurlaubern sowie Radfahrern und Wanderern aufgesucht wird. Es bildet eine sinnvolle Ergänzung zum vorhandenen Angebot, urteilte der Vorstand des Kellerwaldvereins.

In einem Ortsteil von Bad Wildungen setzt ein Gründer auf den Trend zu Regionalität und Bioprodukten. Er möchte in Odershausen einen automatisierten Lebensmitteleinzelhandelsbetrieb für Obst, Gemüse und Frischeprodukte neu gründen. Obst und Gemüse sollen in Bioqualität selbst hergestellt werden. Weitere Erzeugnisse wie Käse, Wurst und Fleisch werden zugekauft.

An mehreren Verkaufsstandorten soll so die Möglichkeit entstehen, wohnortnah und rund um die Uhr hochwertige regionale Produkte zu erwerben.

Dem Trend zum Heizen mit Holz, folgt ein Forstbetrieb in Lichtenfels-Sachsenberg. In einen Sägespaltautomaten soll investiert werden, um die Arbeitsabläufe wesentlich zu beschleunigen. Zudem soll eine Hackgutheizung angeschafft werden, um Brennholz in kurzer Zeit ofenfertig zu trocknen und Lagerzeiten einzusparen. Es wird ein Arbeitsplatz geschaffen.

Im Anschluss an die Sitzung stellte der Inhaber des Restaurants „Zur Kaiserbuche“, Dimce Petreski, auf Wunsch des Vorsitzenden Björn Brede das Lokal vor. Es werde sehr gut angenommen, so dass bereits nach zwei Jahren umfangreich erweitert wurde. Eine Herausforderung sei es derzeit, qualifiziertes Personal zu finden.

Irmhild Weber vom Fachdienst Dorf- und Regionalentwicklung erläuterte die vom Hessischen Umweltmisterium vorgestellte, noch nicht in Kraft getretene Förderrichtlinie „Ländliche Regionalentwicklung“. 

Der Entwurf sieht die Aufnahme neuer „Fördertatbestände“ vor. Unter anderem ist vorgesehen, jährliche Regionalbudgets zur eigenständigen Bewirtschaftung für die LEADER-Regionen einzuführen. Sie umfassen maximal 200 000 Euro förderfähige Bruttokosten pro Jahr, zehn Prozent davon sind als Eigenanteil durch die Regionen aufzubringen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare