180 Teilnehmer in der Wandelhalle

Fachtagung in Bad Wildungen: Signale von Kindern erkennen

Fachtag in der Wandelhalle: Monika Padberg-Koert, Maria Aarts, Karl-Friedrich Frese und Daniela Kramer (von links) freuten sich über 180 Teilnehmer. Fotos: Conny Höhne

Bad Wildungen – „Ich sehe was, was Du gleich siehst“ lautete das Motto des ersten Fachtages der Kindertagespflege und Frühen Hilfen des Landkreises Waldeck-Frankenberg.

Wie man verhaltenstechnische Signale von Kindern entschlüsseln, ihre Zeichen verstehen und feinfühlig darauf reagieren kann, erläuterte die niederländischen Pädagogin und Buchautorin Maria Aarts in der Wandelhalle.

In verschiedenen Vorträgen ging sie darauf ein. Im Fokus stand die von ihr begründete Marte-Meo-Methode. Der Begriff kommt aus dem Lateinischen und bedeutet: „aus eigener Kraft“. 

Die Methode wurde bei internationalen Forschungsprojekten untersucht und wird inzwischen in über 40 Ländern angewendet. „Ziel ist es, die Bedürfnisse von Kindern zu erkennen und kompetent darauf zu reagieren, um eine nachhaltig positive Entwicklung zu gewährleisten“, erklärte Aarts. „Daher ist die Marte-Meo-Methode geprägt von einer wertschätzenden und an den eigenen Ressourcen orientierten Grundhaltung.“ 

Konkret geht es darum, dass Alltagssituationen zwischen Eltern, Fachkräften und Kindern in den Mittelpunkt gestellt und mit den Beteiligten besprochen werden. Das wurde mit Hilfe von Videos erläutert. 

Dabei wurde klar, wie mit der Methode in kleinen Alltagsmomenten große Entwicklungsschritte zu sehen sind – und wie die Botschaften hinter herausforderndem Verhalten von Kindern zu deuten sind.

Die Kindertagespflege stelle oft „einen ersten Bildungsort für Kinder dar, der einen maßgeblichen Einfluss auf die Entwicklung haben kann“, betonte der Erste Kreisbeigeordnete Karl-Friedrich Frese. Umso wichtiger sei es, sich auf Fachveranstaltungen auszutauschen. Dies taten die 180 Teilnehmer aus den Bereichen Frühe Hilfen, Kindertagesbetreuung, Prävention, Kinderschutz, Schulen und Jugendarbeit.

„Wir freuen uns über diese hervorragende Resonanz und können uns gut vorstellen, solche Fachtage auch künftig zu diversen Themen anzubieten“, betonen Daniela Kramer und Monika Padberg-Koert vom Fachdienst Jugend, der die Veranstaltung ausrichtete.  red

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