Weitere technische Überprüfungen

Bad Wildunger Schlachthof weiterhin geschlossen

Nach wie vor ungeklärt: die Zukunft des Wildunger Schlachthofes. Foto: Schiuldt

Bad Wildungen – Der Schlachthof in Bad Wildungen bleibt weiterhin geschlossen.

Zwei Wochen sind vergangen seit dem Großeinsatz der Feuerwehren gegen ein Ammoniak-Gasleck im Wildunger Schlachthof. Nach wie vor ist der Betrieb gesperrt. Und nach wie vor ist nicht geklärt, wann dort wieder geschlachtet und zerlegt werden kann – oder ob überhaupt.

Das antwortet Dirk Blettenberg, Geschäftsführer der Genossenschaft Landwirtschaftliche Vieh- und Fleischvermarktung (LVF), auf Anfrage. Die Kühlfachfirma habe zwar das Leck in der Leitung der Kühlanlage ermittelt. Doch der genaue Schaden und vor allem der nötige Investitionsbedarf für Instandsetzung sind noch nicht abzusehen. „Wir hängen in der Luft“, sagt Blettenberg.

Momentan bedient der genossenschaftseigene Schlachthof in Mengeringhausen alle Kunden des Wildunger Schlachthofes mit. Dabei spielt den Verantwortlichen als Glück im Unglück in die Karten, dass die Zahl der Hausschlachtungen im Sommer deutlich geringer ausfällt, als im Winter.

Ob das Leitungssystem der Kühlanlage insgesamt überholt werden muss oder es bei einem Leck bleibt, soll eine Gasdruck-Prüfung klären. „24 Stunden lang wird das System einem Druck von 20 bar ausgesetzt“, erläutert Blettenberg. Im Normalfall herrscht in den Rohren ein Druck von 6 bis 8 bar. Die Prüfung wurde weitere Leckagen gnadenlos offen legen. Regierungspräsidium und TÜV seien für die nächsten Schritte ebenfalls eingebunden, sagt Blettenberg.

Außerdem hat die Genossenschaft für Ende des Monats einen Gesprächstermin mit Landkreis und Stadt Bad Wildungen angefragt. Denn abhängig von dem sich ergebenden Investitionsbedarf könnte der Wildunger Schlachthof in seinem Bestand gefährdet sein.

Die Kühlanlage sei zwar beständig repariert und gewartet worden. „Doch sie ist insgesamt alt und stammt noch aus den Zeiten, als der Schlachthof der Stadt gehörte“, schließt Blettenberg.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare