Thema im Stadtparlament

Bad Wildungen: Ärger über Sperrmüll und Unrat in der Landschaft 

Einfach über die Mauer gekippt: Auch am Lustgarten unterhalb des Altwildunger Schlosses wird regelmäßig Unrat entsorgt. Alles, was nicht niet- und nagelfest ist, landet im Gestrüpp, darunter auch Sitzbänke und Mülleimer. Foto: Höhne

Bad Wildungen – Müllablagerungen und Umweltverschmutzung sind ein zunehmendes Ärgernis. Das berichtete Bürgermeister Ralf Gutheil in der Stadtverordnetenversammlung.

„Mich erreichen viele Fotohinweise“, deutete Gutheil auf Beschwerden. Zigarettenkippen, Sperrmüll oder Bierflaschen würden achtlos entsorgt. „Der Pfand scheint nicht hoch genug zu sein.“

Die Beseitigung durch Mitarbeiter des städtischen Bauhofs sei kaum zu schaffen. „Wir hätten den ganzen Tag nichts anderes zu tun, wenn wir den ganzen Unrat wegräumen würden.“ Nach Beobachtungen des Bürgermeisters mangele es insbesondere bei jungen Leuten an Wertschätzung und Identifikation für ihre Heimatstadt. Er appellierte an alle Wildunger, bei Beobachtungen zu reagieren und Umweltsünder auf ihr Verhalten anzusprechen.

Leonie Pollert (FWG) machte unter dem Punkt Anfragen im Stadtparlament auf Sperrmüll oberhalb des Lebenshilfe-Kindergartens aufmerksam, dort liege neben Unrat auch eine ausrangierte Kommode im Gebüsch. „Das wird kontrolliert und entfernt,“ sicherte der Bürgermeister zu.

Auf WLZ-Nachfrage im städtischen Bauhof verwies August Mangel auf einige neuralgische Stellen in Bad Wildungen, an denen das Problem besonders eklatant ist, darunter Bachufer am Riesendamm, an der Königsquelle, Schmidts Berg und der Bereich um den Dr.-Marc-Turm. Dort finden Bauhof-Mitarbeiter regelmäßig Reste nächtlicher Zechgelage oder illegal entsorgten Müll.

Ein weiterer Schandfleck ist der Hang unterhalb des Lustgartens an Schloss Friedrichstein. Abfall wurde einfach über die Mauer geworfen und großflächig im Gestrüpp verteilt. Neben Milchtüten, Verpackungsmaterial und Lumpen liegen Mülleimer und ganze Sitzbänke. Sie wurden mit grober Gewalt an den Wegen unterhalb des Schlosses aus ihrer Verankerung gerissen und den Abhang hinunter gestoßen.

Seit nahezu zehn Jahren sei zunehmende Umweltverschmutzung zu beobachten, schätzt Mangel. „Neben unseren normalen Mülltouren ist ein Mitarbeiter noch einen Tag zusätzlich unterwegs, um die ständigen Verschmutzungen zu beseitigen.“

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