85 Teilnehmer zur Wertungsprüfung in der Altstadt

Ansturm wie noch nie bei der Oldtimer-Trophy in Bad Wildungen

Tiersches Vergnügen: Oldtimer-Fans in Bad Wildungen.

Bad Wildungen – Überraschend pünktlich trafen die Teilnehmer der Oldtimer Trophy 2019 in der Altstadt ein.

85 Veteranen waren beim Park- und Lichterfest in Frankenberg zu der Ausfahrt um den Edersee gestartet. In Bad Wildungen absolvierten sie eine Abstands-Wertungsprüfung am Rathaus.

Teilnehmer und Fahrzeuge wurden fachkundig mit vielen Hintergrundinformationen vorgestellt. Wissenswertes wurde kurzweilig auf Französich, Niederländisch, Englisch und sogar auf „Sächsisch“ präsentiert. Durch die grandiose Moderation bildeten sich nicht nur in der Fußgängerzone teilweise lange Karawanen. Spaß hatten der Moderator, der nicht genannt werden wollte, und das klatschende Publikum an den per Mikrofon und Lautsprecher übertragenen röhrenden Dezibel-Sounds. Gut, dass an dieser Stelle nur eine Wertungs- und keine CO2-Messstation eingerichtet war. Noch nie gab es bei den Vorstellungen der Oldies so viel Beifall wie bei dieser Trophy.

Ältestes Fahrzeug war ein topgepflegter 170er-V Mercedes aus dem Jahr 1938 in Cabriolet-Ausführung mit Blumenbeet an der Seite, passend dazu Fahrer und Beifahrer im stilvollen Outfit, das bei der sommerlichen Temperatur besonders zur Wirkung kam. Im Tross dabei war auch eine Isetta mit schwenkbarer Lenksäule beim Öffnen der Tür. Entscheidend für den Kauf der Isetta war damals der günstige Preis des Autos und die niedrige Kfz-Steuer – sie kostete genauso viel wie die Hundesteuer für einen Dackel.

Weitere auf Hochglanz polierte Flitzer, vom Al Capone-Gangster-Fahrzeug bis hin zu PS-starken Karossen zogen Schaulustige in ihren Bann. Im Blickpunkt standen auch Vehikel mit bis zu 8 Zylindern sowie weitere „Schätzchen“, auch im Originalzustand. Die Oldtimer begeisterten über 90 Minuten lang viele Zuschauer in der Fußgängerzone und es gab immer wieder den vom begeisterten Moderator oft geforderte Szenenapplaus.

Laut Trophy-Organisator Till Finger handelte es sich um die vierte und damit auch letzte Oldtimer Trophy in diesem Jahr, bei der es Pokale für die Teilnehmer mit den wenigsten Fehlerpunkten und Sonderpreise für die weiteste Anreise zu gewinnen gab. Gesamtsieger wurden Ulrich und Sabine Zimmermann (Springe) in einem Porsche 911. Auf Platz zwei landeten Doris und Michael Konertz aus Marburg in einem Fiat 500, beide Autos Baujahr 1980.

VON RAINER RÜSCH

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