Margarethe Wagener ist unermüdlich um Sauberkeit bemüht

Unkrautzupfen in Bad Wildunger Altstadtgassen hält gesund

Gute Seele der Altstadt: Margarethe Wagener (Mitte) wurde für ihren unermüdlichen Einsatz bei der Pflege der Altstadtgassen von dem Vorsitzenden des Altstadtvereins, Frank Volke, und Altstadtkoordinatorin Johanna Engel gewürdigt. Foto: Rainer Rüsch

Bad Wildungen – Die 73- jährige Margarethe Wagener rupft seit Jahren unermüdlich in Gassen, Wegen und Plätzen der Altstadt Unkraut aus den Fugen – und das vornehmlich aus gesundheitlichen Gründen.

Mit Harke, Besen, Eimer und Handschuhen ausgestattet, ist sie fast täglich in gebückter Haltung bei ihrer geliebten Tätigkeit zu beobachten.

„Ich kann so sieben Stunden arbeiten und habe keine Rückenschmerzen, ich habe ein Gummikreuz von Neckermann“, gibt sie augenzwinkernd den Nachfragenden zur Antwort.

Hintergrund ihrer gebückten Haltung ist neben zahlreichen gesundheitlichen Handicaps vor allem eine Lungenerkrankung. „So bekomme ich am besten Luft“, lautet ihr Argument. In ihrem Arbeitsleben war „Mecki“, wie sie gerne genannt wird, etliche Jahre im Gartenbau tätig und hat auch Lastwagen gefahren. Die Ausbildung zu Busfahrerin musste sie aus gesundheitlichen Gründen aufgeben.

Zu den angenehmen Aufgaben des Vorsitzenden des Altstadtvereins und der Altstadtkoordinatorin Johanna Engel gehöre, so Frank Volke, „danke“ zu sagen. Er dankte für die geleistete Arbeit, die Margarethe Wagener ohne Murren und Knurren, seit über drei Jahren selbstlos und ehrenamtlich in der Altstadt leiste. Volke und Engel überreichten der 73-Jährigen zur Anerkennung einen Gutschein. „Kann ich mir davon auch etwas zu essen kaufen?“ fragte die zierliche Frau schelmisch. Das sei für sie das Wichtigste. Der Wunsch wurde bestätigt.

„Mecki“ mit ihrem 73 Jahren möchte die nächsten zehn Jahre noch weiterhin engagiert für die Sauberkeit in der Bad Wildunger Altstadt sorgen, so die agile und trotz aller Einschränkungen lebenslustige Frau.

Wünschenswert wäre es, so der Vorsitzende des Altstadtvereins abschließend, wenn noch ein paar mehr Menschen in der Wildunger Altstadt ebenso zupacken würden.  

Von Rainer Rüsch

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare