FWG-Antrag im Stadtparlament

Bad Wildungen: Bewerbung um Siegel "Kinderfreundliche Kommune" in der Diskussion

Den Nachwuchs im Blick: Der FWG-Antrag zur Bewerbung um das Siegel „Kinderfreundliche Kommune“ beschäftigt d ie Wildunger Gremien. Einige attraktive Projekte gibt es bereits, darunter der Waldkindergarten der Lebenshilfe (Foto). ArchivFoto: Höhne

Bad Wildungen – Die Stadt soll attraktiver für ihre jüngsten Bewohner werden. Darin sind sich die Stadtverordneten einig. Die FWG brachte in der jüngsten Sitzung einen Stein ins Rollen und stellte den Antrag, dass sich Bad Wildungen um das Siegel „Kinderfreundliche Kommune“ bewirbt.

Kira Hauser (FWG) stellte das Programm vor (siehe Hintergrund) und verspricht sich davon Unterstützung bei einem Aktionsplan auf dem Weg zur Kinderfreundlichen Kommune. Städte und Gemeinden, die daran teilnehmen, durchlaufen ein vierjähriges Programm, in dem sie kontinuierlich begleitet werden.

Die Auszeichnung werde alle vier Jahre verliehen. „Der Prozess vollzieht sich in mehreren Phasen und immer unter Einbeziehung der Bevölkerung und insbesondere der Jugendlichen und Kinder,“ informierte Hauser. Zusammen mit Verwaltung, Vereinen, Verbänden und den Jugendlichen soll die Stadt kinderfreundlich entwickelt werden. Gut 20 Städte und Gemeinden hätten es vorgemacht, sagte Hauser und warb um Zustimmung. Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels sei dieses Siegel ein zusätzliches Attraktivitätsmerkmal.

Kinderfreundlichkeit „sollte eigentlich selbstverständlich sein“, kommentierte Petra Göbel (SPD). Da noch viele Fragen offen seien, beantragte sie die Überweisung an den Magistrat und den Ausschuss für Jugend und Soziales. Klar sei allerdings: „Das bekommen wir nicht geschenkt.“

Die Stadt Bad Wildungen habe bereits einige kinderfreundliche Initiativen, meinte Thorsten Gaidzik (CDU) und verwies auf Kinderuni, Jugendhaus und Ferienspiele. Seine Fraktion befürworte das Ansinnen der FWG, aber Kosten und Personaleinsatz seien noch unklar. Das sah Caroline Tönges (Bündnis 90/Die Grünen) ähnlich. „Wir wollen auch wissen, was wir über dieses Siegel hinaus noch für Vorteile haben.“

Stefan Schraps (FDP) nickte zustimmend: „Das ist ein Antrag, der es einem fast schwer macht, nein zu sagen. Dass diese Stadt kinderfreundlich werden kann und muss, erklären mir meine Kinder ständig.“ Aber es brauche eigentlich kein Zertifikat, um sich als Stadt kinderfreundlich aufzustellen.

Die FWG rechnet mit Teilnehmerkosten in Höhe von 4000 Euro im Jahr, dazu komme der Betrag für Projekte, die umgesetzt werden sollen, sagte Hauser auf Nachfrage. Weitere Details sollen in Magistrat und Ausschuss erörtert werden, die Überweisung in diese Gremien wurde einstimmig beschlossen.

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