13 Ehrenamtliche erhielten ihre Ausbildungsnachweise

Bad Wildungen: Freiwilliger Polizeidienst auf Streife

Sie sind künftig in Fritzlar, Gudensberg und Bad Wildungen unterwegs: die 15 Ehrenamtlichen vom Freiwilligen Polizeidienst. Foto: ANKE LAUMANN

Fritzlar/Bad Wildungen – „Endlich sind Sie da“, sagte Fritzlars Bürgermeister Hartmut Spogat. Er begrüßte im Fritzlarer Rathaussaal 13 Männer und zwei Frauen. Es sind die neuen Ehrenamtlichen für den Freiwilligen Polizeidienst.

„Ich bin dankbar und froh, dass es endlich losgeht“, erklärte Spogat. Und damit sei er nicht alleine. Immer wieder würde er von Bürgern gefragt, wann die Ehramtlichen starten. Jetzt ist es so weit: Im Rathaus erhielten die Polizeihelfer ihre Ausbildungsnachweise. Noch am Nachmittag gingen die ersten in Gudensberg und Fritzlar auf Streife. In den nächsten Tagen soll der Freiwillige Polizeidienst auch in Bad Wildungen starten.

„Die Sicherheit ist eines der zentralen Bedürfnisse des Menschen“, erklärte Polizeioberrat Erik Hessenmüller als Vertreter des Innenministeriums. Bei der Frage der Sicherheit müssten Land und Kommunen eng und vertrauensvoll zusammenarbeiten. 

Ein Baustein dieser „Sicherheitsarchitektur“ sei der Freiwillige Polizeidienst. Er soll zu einem besseren Verständnis zwischen Polizei und Bürger beitragen – als „Nachbarn in Uniform“, denen das Wohl der Kommune am Herzen liegt. Konrad Stelzenbach, Präsident des Polizeipräsidiums Nordhessen, bezeichnete die Ehrenamtlichen als Kümmerer. „Sie haben eine Uniform, Sie werden gesehen und angesprochen. Das ist für Sie eine neue Situation“, betonte Stelzenbach. 

Für diese Herausforderung seien die Männer und Frauen jedoch gut gerüstet. Stelzenbach lobte alle, die an der Auswahl und Ausbildung der Freiwilligen Polizeihelfer beteiligt waren. 16 von fast 30 Bewerbern seien ausgewählt worden, 15 hätten die Ausbildung erfolgreich abgeschlossen.

 „Sie haben ein gutes Händchen gehabt“, sagte er. Dem schloss sich Bad Wildungens Bürgermeister Ralf Gutheil an. Er habe „das gute Gefühl, dass die richtigen Leute gefunden wurden“.

Einer von den „richtigen Leuten“ soll Oliver Looft aus Witzenhausen sein. Der 36-Jährige hatte sich für den Freiwilligen Polizeidienst beworben, weil er sich ehrenamtlich engagieren und mit Menschen zusammenarbeiten möchte. Den Polizeidienst geht er mit Respekt an. Doch nicht nur die Aufgabe ist neu, auch das Einsatzgebiet. „Bad Wildungen ist für mich Neuland“, sagt Looft. Er verlässt sich daher auf seine Kollegen, die dort heimisch sind und sich auskennen.

Von Anke Laumann

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