Mehrere Demonstranten ohne Masken

Corona-Demonstration in Bad Wildungen: „Grundrechte sind unverhandelbar“

Die Grundrechte im Fokus: Zahlreiche Demonstranten folgten dem Aufruf von Versammlungsleiter Daniele Saracino. Der Protestmarsch startete am Sonntagnachmittag am Parkdeck Kaiserlindenplatz und endete am Schützenplatz.
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Die Grundrechte im Fokus: Zahlreiche Demonstranten folgten dem Aufruf von Versammlungsleiter Daniele Saracino. Der Protestmarsch startete am Sonntagnachmittag am Parkdeck Kaiserlindenplatz und endete am Schützenplatz.

Für den „Erhalt der Grundrechte“ demonstrierten am Sonntagnachmittag zahlreiche Menschen in Bad Wildungen.

Bad Wildungen - Daniele Saracino hatte mit einem Team Mitorganisatoren zu dem Protest aufgerufen. Titel: „Freie Bürgerinnen und Bürger Wildungens stehen für bedingungslose und unverhandelbare Grundrechte ein.“

Abschlusskundgebung auf dem Schützenplatz

Vom Parkhaus Kaiserlindenplatz zog der Tross, begleitet von Trommeln und Lautsprecher, durch die Innenstadt. Die Abschlusskundgebung fand nicht wie vorgesehen am Kurhaus statt sondern auf Wunsch der Stadt auf dem Schützenplatz.

Versammlungsleiter Saracino sagte, die Demonstration sei kurzfristig organisiert worden. Die Zeit dränge, denn die Änderung des Infektionsschutzgesetzes stehe am Mittwoch in Berlin im Fokus. Saracino kritisierte heftig, dass „mit dem Vorwand der Gesundheit die Macht konzentriert werden soll“. Das sahen auch viele Mitstreiter so. Saracino sprach von 200 Demonstranten. Unter ihnen seien viele Einheimische gewesen, aber auch Teilnehmer aus Vöhl, Alsfeld, Kassel, Haubern und anderen Orten.

Maskenpflicht von einigen Teilnehmern ignoriert

Die Polizei sprach dagegen von 100 Teilnehmern. Die Veranstaltung sei friedlich und wie angemeldet abgelaufen. Einige Teilnehmer hätten indes keine Mund-Nasen-Bedeckung getragen.

Das monierte auch Bad Wildungens Ordnungsamtsleiter Martin Segeler. Die angeordnete Maskenpflicht, auf die der Versammlungsleiter im Vorfeld ausdrücklich hingewiesen habe, sei von mehreren ignoriert worden. „Das wird auf jeden Fall nachbearbeitet, wir suchen nochmals das Gespräch mit dem Versammlungsleiter“, kündigt Segeler an.

Gegenüber der WLZ sagte Saracino, er habe Verständnis für das Ordnungsamt, mit dem man reibungslos zusammen gearbeitet habe. Dennoch forderte er auf, „nicht einfach nur auf Befehle aus Berlin zu reagieren“ sondern sie auch zu hinterfragen. Denn nach Einschätzung von Wissenschaftlern und Aerosol-Experten sei die Ansteckungsgefahr mit dem Corona-Virus im Freien äußerst gering.  

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