Bad Wildunger schreibt über seine Erlebnisse aus aller Welt

Reiseblogger Daniel Höhle: Die Welt auf Fotos gebannt

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Die Wolken zum Greifen nah: Ein besonderes Erlebnis war für Daniel Höhle die Reise nach Peru. Dort besuchte er auch das weltbekannte Machu Picchu, eine Stadt der Inka auf gut 2400 Metern Höhe. 

Mit einem Schüleraustausch ging alles los: Vor zehn Jahren war Daniel Höhle, damals noch Schüler des Gustav-Stresemann-Gymnasiums, für zwei Wochen in Südkorea. Jetzt betreibt der 27-Jährige den Blog „Ruf der Ferne“ und verbindet damit zwei Leidenschaften: Reisen und Fotografieren.

Während es für die meisten Austauschschüler in die USA oder nach Großbritannien geht, war Südkorea „relativ exotisch“, wie Daniel Höhle sagt. Zwei Wochen lang sei er „in Kultur und Bräuche eingetaucht“. Für ihn war der Austausch eine Initialzündung. Vor allem Asien hatte es ihm zunächst angetan, vor allem wegen des Kontrasts zwischen Geschichte und Moderne, erzählt er.

Doch längst sind über Asien hinaus Ziele hinzu gekommen: In den USA beispielsweise New York und Boston, in Peru neben Lima auch die Inka-Stadt Machu Picchu. Es sei ein besonderes Gefühl gewesen, dort zu sein, auch wenn es anfangs Probleme gab. Höhle und seine Freundin – meist reisen sie zusammen – litten unter der Höhenkrankheit, Schnappatmung inklusive. Kein Wunder: Die Stadtruinen liegen auf etwa 2400 Meter Höhe.

Postkartenmotiv: Die Kirche St. Sebastian in Ramsau.

Vor zwei bis drei Jahren hat der studierte Wirtschaftswissenschaftler, der in Köln lebt, vermehrt die Reiseziele in den Blick genommen, die vor der Haustür liegen. Ob Griechenland, Italien, Norwegen, Ungarn, Belgien, Schweden oder Österreich. „In Europa gibt es wirklich viele Traumziele“, sagt er. Auch aus Gründen des Umweltschutzes müsse es nicht immer bis ans Ende der Welt gehen. Oft versucht das Paar, mit Zug oder Fernbus zu verreisen. So war in diesem Jahr die erste von zwei Zugrundreisen geplant. Italien und Großbritannien standen auf dem Plan. Wegen Corona wurde nichts daraus, doch die Fahrten werden nachgeholt.

Das Reisen verbindet Daniel Höhle stets auch mit dem Fotografieren. Eigentlich nur aus diesem Grund sei 2018 der Blog „Ruf der Ferne“ entstanden: Er wollte seine Fotos zeigen, andere daran teilhaben lassen. Nur Fotos seien aber doch zu langweilige gewesen. Nach und nach sind deshalb auch Texte entstanden, unter anderem zu den Themen Mietwagen im Ausland und Gesundheit auf Reisen. Der Blog sei nur ein Hobby, dafür aber mit ziemlich viel Arbeit verbunden. Dennoch arbeitet er immer wieder neben seinem eigentlichen Beruf daran weiter.

Künftig sollen mehr Reiseerlebnisse dort nachzulesen sein. Denn davon hat Höhle einige mitgebracht. Beispielsweise aus Moskau, wo er die Flughafen-Security fotografieren musste, um zu beweisen, dass die Kamera echt ist – und nicht fürs Schmuggeln genutzt wird. Immer wieder erlebt er auch denkwürdige Situationen, manches Mal auch solche, die ein mulmiges Gefühl zurücklassen. Beispielsweise bei einer Taxifahrt in Lima. Bevor das Paar einsteigen durfte, kontrollierte der Security-Mitarbeiter eines Museums, das sie besuchten hatten, die Taxinummer. So wollte er sichergehen, dass die deutschen Besucher nicht bei einem Betrüger einsteigen, sagt Höhle.

Das Fotografieren ist neben dem Reisen die zweite große Leidenschaft von Daniel Höhle. Hier hat er den Kaiserpalast in Tokio fotografiert.

Oft entscheidet das Paar erst wenige Wochen vor dem Start, wo es eigentlich hin geht. Dennoch hat der Bad Wildunger ein paar Ziele, die er auf jeden Fall besuchen möchte, unter anderem die Färöer-Inseln und Istanbul. Doch auch in Deutschland gebe es „traumhaft schöne Orte“, sagt Höhle. Zuletzt war das Paar in den Bergen und am Meer.

In Seoul war Daniel Höhle übrigens noch ein zweites Mal. Der Sohn seiner Austauschfamilie lebt und arbeitet mittlerweile in Deutschland, regelmäßig sehen sich die beiden. Aus der Schülerbegegnung von damals ist längst eine Freundschaft geworden.

Den Blog des Bad Wildungers mit vielen Fotos und Berichten gibt es hier

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