Waldeck/Edertal

Drohbrief an Stadt Waldeck: Harald Wieck sucht nach dem Urheber

- Waldeck/Edertal (höh). Der „Drohbrief“ von der Lenkungsgruppe der überregionalen Touristischen Arbeitsgemeinschaft (TAG) an die Stadt Waldeck (WLZ berichtete ausführlich) sorgt weiterhin für Hochspannung.

„Eine ganz große Sauerei“, nimmt Harald Wieck kein Blatt vor den Mund. Der Edertaler hat die Verhandlungen moderiert, in denen die Fraktionsvorsitzenden der drei in der Edersee Touristic vereinten Kommunen Vöhl, Waldeck und Edertal um den neuen Gesellschaftervertrag der ET ringen.

„Es herrschte sehr große­ Harmonie zwischen allen Fraktionsvorsitzenden der drei Kommunen“, bekräftigte der Gellershäuser. Mit vereinten Kräften sei ein sehr guter Weg eingeschlagen worden. „Wir haben ein Ergebnis erzielt, mit dem wir alle zufrieden waren.“ Das hätten auch die Bürgermeister, die in die Gespräche nicht eingebunden waren, mit Erleichterung aufgenommen. „Umso überraschter war ich, als dieser Brief an die Stadt Wal­deck geschickt wurde“, bemerkte Wieck. Darin fordert die TAG von der Stadt Waldeck bis Ende August eine verbindliche Erklärung über die Beitragszahlungen zur Edersee Touristic. Sollte die Bergstadt das Ultimatum verstreichen lassen, wird mit Ausschluss aus der Vermarktung der neu gegründeten Touristischen Arbeitsgemeinschaft unter der gemeinsamen Dachmarke „Erlebnisregion Edersee“ gedroht.

„Ich dachte, das muss ein Irrläufer sein, denn Vertragspartner ist nicht die TAG, sondern die ET“, so die erste Reaktion des Edertaler Gemeindevertreters. Wieck recherchiert nun mit Hochdruck nach dem Urheber des Schreibens, das die Stimmung vergiftet und bei den Waldeckern verbrannte Erde hinterlässt. Er geht davon aus, dass der Bad Zwestener Bürgermeister Michael Köhler als Unterzeichner des Briefs „nur benutzt“ worden sei. „Ich hoffe nicht, dass die Waldecker die Türen jetzt zuschlagen“, so der Edertaler. Nur drei Tage nach dem gesetzten Ultimatum wollen die Fraktionsvorsitzenden­ der drei Edersee-Anrainer-Kommunen den überarbeiteten Gesellschaftervertrag für die ET unter Dach und Fach bringen. Dieser Termin war hinlänglich bekannt, umso mehr wundert sich der Christdemokrat, dass kurz vorher dieser explosive Brief neuen Ärger heraufbeschwört. Leitlinie sei es nun, den Schaden so gering wie möglich zu halten. „Die TAG ist eine gute Sache, und wir wollen sehen, dass sie ins Laufen kommt“, so der Gellershäuser.

Der Zwestener Bürgermeister Köhler war für eine Stellungnahme gegenüber der WLZ ebenso wenig zu erreichen wie der Bad Wildunger Bürgermeister Volker Zimmermann als Vorsitzender der TAG – beide sind derzeit in Urlaub.

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