Familie Achterberg geht auf Pächtersuche

Ein neuer, schicker Dorfladen mit kleinem Café für Mandern

Jens Achterberg zeigt mit Ortsvorsteher Mathias Biederbeck (rechts), wie sich die Regale später im Laden verteilen. Das Projekt ist beinah fertig. Die Achterbergs freuen sich über das Ergebnis. Nur mehr Unterstützung von der Stadt hätten sie sich an der einen oder anderen Stelle im Vorfeld gewünscht. Foto: Schuldt

Mandern. Ein Jahr lang dauerten die Sanierungsarbeiten. Nun weist Mandern mitten im Ort an der Bundesstraße einen neuen Hingucker auf.

Im Februar 2017 übernahmen Jens und Michaela Achterberg von der Familie Sölzer den Dorfladen einschließlich des Gebäudes. Sie steckten eine sechsstellige Summe und sehr, sehr viel Arbeit in ihr Projekt.

Dorftreffpunkt schaffen

Die Vorstellungen des Ehepaares bringt der frühere Ortsvorsteher und selbstständige Malermeister Jens Achterberg so auf den Punkt: „Wir möchten einen Dorfladen mit einem kleinen Café als Treffpunkt für Mandern schaffen.“

Die Familie knüpft damit an die Tradition des Baus an, der früher als „Gasthaus Ellenberg“ mit Tanzsaal und Kegelbahn einen Mittelpunkt des Dorflebens bildete. „Bei der Sanierung habe ich in einer Ecke selbst noch die letzten Bohlen der Kegelbahn herausgerissen“, erzählt Jens Achterberg. Begeistert berichtet er von der intakten Grundsubstanz des Hauses, das seinerzeit im Stil des Wildunger Bahnhofes hochwertig errichtet worden sei. „Die Bauherren hatten viel Geld zur Verfügung“, ist sich der Handwerksmeister sicher. Davon zeugten schon die bei der Sanierung in der Decke offen gelegten Stahlträger. Sie ermöglichten einst das Gestalten eines 150 Quadratmeter großen Saalesmit frei tragendem Abschluss ohne Säulen. Ungewöhnlich für die damalige Zeit, meint Achterberg. Die ebenfalls zur Decke gehörenden Holzbalken befanden sich wie die Träger in einem Top-Zustand.

Trotzdem blieb eine Menge für die Achterbergs zu tun, denn die vergangenen 40 Jahre wurde im Gebäude zwar einige Male renoviert, aber nicht von Grund auf saniert. Diese Aufgabe gingen die Achterbergs mit unübersehbarer Freude an der Perfektion an, bis in die Details. So liegt der 150 Quadratmeter große Saal wieder offen vor dem Betrachter. Barrierefrei tritt er durch die sich automatisch öffnende Tür ein. Cappuccino-Farben prägen die Wände, den Fußboden in Schiffbohlen-Optik und die große Theke mit Platz für bis zu sieben Gäste. „Außerdem stellen wir an der Fensterreihe Tische für die Gäste auf“, erklärt Achterberg.

Drei große, neue Fenster

Die drei großen Fenster wurden neu eingesetzt und fluten den Raum mit Licht. „Bis zum Ende der restlichen Arbeiten habe ich die Scheiben mit undurchsichtiger Folie beklebt – damit ich in Ruhe arbeiten kann, denn sonst klopft alle paar Augenblicke jemand an, um sich innen mal umzuschauen“, sagt Jens Achterberg mit einem Lachen und freut sich zugleich über das große Interesse der Manderner an dem neuen Dorfladen.

Neben der Theke ragt ein kleines, mit historischen Hohlziegeln gedecktes Vordach aus der Innenwand hervor. Darunter liegen die Zugangstüren zur Toilette und zum Lagerraum. Auch damit erinnert Achterberg bewusst an die Geschichte. Die Ziegel stammen vom Zwischenbau, der früher Saal und Kegelbahn mit den Gastwirtschaftsräumen im Nachbarhaus verband.

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