Bäderpfennig wird sogar noch aufgestockt

„Ein Riesenerfolg“

Bad Wildungen - Die Sorge in Bad Wildungen um den Erhalt des „Bäderpfennigs“ weicht großer Erleichterung: Trotz Ebbe in der Kasse hält das Land Hessen an dem Zuschusstopf fest und stockt ihn sogar noch auf.

Nach einer Vorstandssitzung des Heilbäderverbands Hessen in Wiesbaden frohlockte Bürgermeister Volker Zimmermann: „Der Bäderpfennig bleibt nicht nur erhalten, sondern der Ansatz wird sogar erhöht - von 11,5 auf 13 Millionen Euro.“ Der Rathauschef: „Davon wird die gesamte Bäderlandschaft profitieren, auch Bad Wildungen.“

Dies sei das positive Ergebnis jahrelanger Lobby-Arbeit des Hessischen Heilbäderverbands mit seinem Vorsitzenden Ronald Gundlach, ehemaliger Bürgermeister von Bad Sooden-Allendorf. Der Hessische Heilbäderverband ist die Interessenvertretung der 30 Heilbäder und Kurorte in Hessen.

2,6 Millionen Euro als Bäderpfennig kassiert die Stadt Bad Wildungen jedes Jahr vom Land als Ausgleich dafür, dass Reha-Kliniken weder Grund- noch Gewerbesteuer zahlen. Ohne den Ausgleich könnte Bad Wildungen seine ganz normale kommunale Infrastruktur jenseits der Kur nicht bezahlen. Der Bäderpfennig stand auf Landesebene aktuell in der Diskussion. Für den Erhalt hätten sich Finanzminister Dr. Thomas Schäfer und das hessische Wirtschaftsministerium besonders eingesetzt, hob Zimmermann hervor. „Dass der Bäderpfennig im Zuge der allgemeinen Finanzkraft noch erhalten bleibt, ist ein Riesenerfolg“, merkt der Bürgermeister an.

Mehr Geld als bisher nach Bad Wildungen

Inwieweit die Badestadt künftig vom „Bäderpfennig“ profitiert, ist noch unklar, denn es steht eine Umschichtung ins Haus. „Die Verteilersituation wird sich zugunsten der kleineren Heilbäder etwas ändern“, deutet der Bürgermeister an. Er rechnet allerdings damit, dass Bad Wildungen als größter Gesundheitsstandort in Hessen mehr Geld aus diesem Topf erhält als in der Vergangenheit. Details stünden derzeit noch nicht fest. „Einzelheiten werden noch in Feinarbeit herausgearbeitet“, kündigte Bürgermeister Zimmermann an.

Von Conny Höhne

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