Waldecker Bank präsentiert ihre neuen Geschäftsräume am traditionellen Standort in Bad Wildungen

"Eindrucksvolles Zeichen für die Region"

Bad Wildungen - Die 2006 beschlossene Fusion von Waldecker Bank und Wildunger Genoba hat allen Beteiligten Gewinn gebracht, statt Standorte oder Arbeitsplätze zu kosten, wie es sonst häufig bei Unternehmenshochzeiten der Fall ist. In dieser Bewertung waren sich Gastgeber und Gäste am Freitag bei der offiziellen Präsentation der neuen Geschäftsstelle am Breiten Hagen einig.

Und es ist eine neue Niederlassung, auch wenn die Bank bereits in den 1970er Jahren in diesem Gebäude ihre Arbeit aufnahm. Denn nach Plänen des Edertaler Architekten Torsten Zimmer wurde der Baukörper in den zurückliegenden zehn Monaten derart gründlich entkernt und umgestaltet, dass er bis auf seine Umrisse nicht mehr wiederzuerkennen ist. „Entstanden ist eine optisch und funktional tolle Geschäftsstelle, die allen Anforderungen an moderne Bankgeschäfte voll gerecht wird, ohne den Eindruck eines Prestigebaus zu vermitteln“, unterstrich der Vorstandsvorsitzende der Waldecker Bank, Karl Oppermann, der auch im Namen seines Vorstandskollegen Udo Martin die Gäste begrüßte. Technik und Kundenservice Hand in Hand Erscheinungsbild, Sicherheit, Energieeffizienz, Wohlfühlatmosphäre für Kunden und Mitarbeiter – solchen Zielen dienten die Investitionen in den Traditionsstandort am Breiten Hagen. „Auf einen Kassenschalter haben wir verzichtet“, erläuterte Oppermann. Im Foyer fänden die Kunden alle Automaten vor, an denen sie ihre alltäglichen Bankgeschäfte wie Überweisungen, Ein- oder Auszahlungen erledigen könnten. In Sichtweite befinden sich im lichtdurchfluteten Hauptraum zwei Bildschirmarbeitsplätze für das Erfüllen weiterer Wünsche – und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Geschäftsstelle, so dass eine rasche Kontaktaufnahme jederzeit möglich ist. „Das stimmt“, bestätigte Bürgermeister Volker Zimmermann als Gratulant und schilderte, wie er vor wenigen Tagen ein wenig hilflos vor der Aufgabe gestanden habe, am Automaten etwas einzuzahlen: „Sofort kam eine Mitarbeiterin auf mich zu und bot mir Hilfe an. Und siehe da, die Transaktion klappte tatsächlich, vielen Dank dafür.“ Technik und Kundenservice räumlich nicht voneinander zu trennen, sondern zusammenzubringen, sei eine bewusste Entscheidung der Waldecker Bank, betonte Oppermann. Nach der Bankenkrise legten die Kunden erst recht Wert auf den persönlichen Kontakt und die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit „ihrem“ Berater oder „ihrer“ Beraterin an Ort und Stelle. Für Anlage-, Kreditgespräche und vergleichbare Themen stünden diskrete Räume rund um den öffentlichen Bereich zur Verfügung, fügte Oppermann hinzu. Eine zusätzliche Stärkung der Wildunger Geschäftsstelle äußere sich im Umzug einer kompletten Einheit des Telefon-Kundenservicecenters der Waldecker Bank von Korbach in die Badestadt. Leiter René Waage erläuterte den Gästen im ersten Obergeschoss Funktion, Ausstattung und Ziele, die dort mit den Arbeitsplätzen der neun Voll- und Teilzeitkräfte verbunden sind. In den ersten Stock ist außerdem die Genoba-Immobilien GmbH mit ihrem Geschäftsführer Harald Scharke eingezogen. Ein moderner, hell und freundlich gestalteter Sozialraum für alle Beschäftigten komplettiert die Nutzung, schilderte der Leiter des Regionalmarktes der Bank in Bad Wildungen, Frank Engelhardt. Sein Team in der Geschäftsstelle umfasst neun Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. „Noch nicht ausgebaut ist das zweite Obergeschoss, das einmal für andere Nutzer zur Verfügung stehen soll“, ergänzte er beim Rundgang 2,5 Millionen Euro an Investitionen flossen in das Projekt. Von 35 beauftragten Firmen, stammen 25 aus der Region, die ihrerseits Kunden der Waldecker Bank sind. Wie in der Niederlassung in Giflitz, die vor vier Jahren fertig wurde, spiegele sich in der Wildunger Geschäftsstelle „ein eindrucksvolles Bekenntnis zur Region, wie es eindeutiger kaum zu fassen ist“, sagte Ernst Joachim Brack, Aufsichtsratsvorsitzender der Waldecker Bank. Wie sein Stellvertreter Olaf Schreiber und der Vorstand sieht er Wachstumspotenzial in Bad Wildungen, nicht zuletzt wegen der vielen aktiven und erfolgreichen Handwerksbetriebe: „Was an Aufträgen in der Region vergeben werden konnte, erteilten wir hier“, fügte er hinzu. Karin Jäger vom Betriebsrat freute sich über die neuen Räumlichkeiten, die manche Unannehmlichkeit der zehnmonatigen Bauphase vergessen ließen. Architekt Torsten Zimmer übergab den obligatorischen Schlüssel an die Verantwortlichen der Bank. Das Unternehmen habe mit der neuen Geschäftsstelle einen positiven Kontrapunkt zur oftmals wegen ihrer Gestaltung kritisierten Fürstengalerie gesetzt. Als Eröffnungsgeschenk übergab Bürgermeister Zimmermann das Foto des Gebäudes, das bis in die 1970er Jahre an dem Standort am Breiten Hagen zu finden war: das Pfarrhaus der evangelischen Kirchengemeinde.Am Samstag beim Aktionstag machten sich zahlreiche interessierte Wildunger und Kunden selbst ein Bild von dem, was nun an diesem Platz entstanden ist. Von Matthias Schuldt

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