Bad Wildungen

Eine Puppe darf viel frecher sein

- Bad Wildungen (szl). Volles Haus im ThaBu-Theater, als am Dienstagabend der Spiel- und Theaterpädagoge Olaf Möller den Besuchern humorvoll und mit vielen gespielten Beispielen demonstrierte, „wie man große Handpuppen ins Spiel bringt“.

Er zeigte, wie eine Puppe zum Narren, zum Freund, zum Kind, zur Identifikationsfigur wird. Zuhörer waren vor allem Erzieherinnen, Erzieher, Lehrerinnen, Lehrer, Therapeutinnen und Therapeuten. Hinzu kamen interessierte Eltern und Großeltern.Möller hat Theologie studiert, ist Absolvent einer englischen Zirkusschule und sammelte Erfahrung als Pantomime und Schauspieler in Straßentheatern, als Leiter eines Kinderzirkus und durch seine Arbeit mit Straßenkindern im brasilianischen São Paulo.

Die Besucher saßen im Theater in Gesellschaft von Dutzenden verschiedener großer Handpuppen. Eine davon war Lotta, die Möller aus einer Tasche holte und mit der er vorführte, wie man mit einer Maulklappenpuppe umgeht. Mit ihrer Hilfe erläuterte er die unterschiedlichsten Spielsituationen anschaulich. Ganz schnell kam der Puppenspiel-Profi dabei in Kontakt mit seinen Besuchern und schnell ergaben sich lebhafte Interaktionen. „Im Gegensatz zum ‚richtigen‘ Theater gibt es beim Puppenspielen keine unsichtbare Grenze zwischen Publikum und Bühne.“ Die Puppe – so Möller – habe viel mehr Freiheiten, könne viel mehr sagen als der Mensch, obwohl es Grenzen gebe. Der Puppenspieler verriet viele Tricks und gab viele Tipps für den Umgang mit den Puppen und den kleinen Zuschauern: In Kindergärten und Schulen sollten die Puppen nicht auf Fensterbrett und Sofa als Deko-Artikel sitzen, „damit verlieren sie ihren Reiz“.

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