Hochwasser, Brände und Hilfeleistungen hielten Waldecker Feuerwehren 2011 in Atem

156 Einsätze: Anstieg um 33 Prozent

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- Auf ein ereignisreiches Jahr mit vielen Einsätzen blickten die Waldecker Feuerwehren in ihrer gemeinsamen Jahreshauptversammlung zurück.

Waldeck (rcg). Stadtbrandinspektor Uwe Schaumburg verwies in seinem Jahresbericht auf 156 Einsätze aller Waldecker Wehren. Das ist ein Anstieg von über 33 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Sie verteilen sich auf elf Brandeinsätze, 129 Hilfeleistungen, 16 Brandsicherheitsdienste. Die Wehren aus Sachsenhausen und Nieder-Werbe hatten wohl den gefährlichsten Brandeinsatz. Sie rückten auf den Campingplatz Bettenhagen aus, wo mehrere Wohnwagen Feuer gefangen hatten. Ferner wurden Wespennester entfernt, wenn die Insekten eine Gefahr für Menschen darstellten, und die Wehrleute beseitigten Verschmutzungen durch Ölspuren. Umgestürzte Bäume wurden vor allem für die Feuerwehr Nieder-Werbe in Richtung Sachsenhausen, Basdorf und Scheid zum Thema. In Freienhagen, Waldeck und Höringhausen hatten die „Blauröcke“ mit Hochwasser zu kämpfen.

Am Hofgut in Höringhausen wurde der Keller ausgepumpt, der jedoch bald wieder volllief. Bei der Suche nach der Ursache wurden einige verschüttete alte Brunnen entdeckt. Bei Übungen wurden ein Waldbrand und eine Brandbekämpfung simuliert. Zusammen mit der DLRG übten Wehrleute am Steilufer des Edersees eine Menschenrettung. Die Feuerwehren leisteten auch Unterstützung beim Wal­decker Triathlon und den Laternenumzügen. Ober-Werbe gewann die Feuerwehrwettkämpfe auf Kreisebene und belegte beim Bezirksentscheid sowie dem Landesentscheid in Lorsch den dritten Platz. Von den gewonnenen Preisgeldern wurde die Schutzausrüstung ergänzt.

Die Feuerwehr Alraft investierte 1100 Euro in den Außenputz der alten Feuerwehrgarage sowie in zwei neue Fußballtore. Für Nieder Werbe wird dieses Jahr ein neues TSF-W angeschafft, um das alte TSW zu ersetzen. Der Löschzug Wal­deck, dem 33 Männer und zwei Frauen angehören, hatte in 2011 sechs praktische Dienste und eine theoretische Ausbildung. Monika Bücker, verantwortlich für die Brandschutzerziehung, verwies auf Unterricht mit 126 Kindern. Bücker, die seit 1991 im Amt ist, wurde in der Versammlung offiziell verabschiedet. Ihre Nachfolgerin ist Katja Ulrich.

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