Die Eisbahn wieder her

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Sie protestieren für die Sanierung und Wiedereröffnung der Eisbahn (von links): Sabine Moering, Klaus Micino, Christian Morlock, Sabine und Michael Maiweg.

Bad Wildungen - Die Aktivisten der Bürgerinitiative Heloponte fordern die Eisbahn zurück.

Am Dienstag stellten sie sich mit Protestbannern an der traurig und leer da liegenden Anlage auf, um im Anschluss durch die Stadt zu ziehen. Stadtverordneter Klaus Micino, Sabine Moering und die übrigen Mitstreiter der Initiative sehen Familien und Jugendlichen in der Kernstadt durch die Entscheidungen des Parlaments die Felle davon schwimmen. „Für 148 000 Euro wäre die Eisbahn zu sanieren. Wie viel Geld ist das, bezogen auf 9000 Bürger in der Kernstadt?“, fragt Christian Morlock. „Für knapp eine halbe Million Euro erhält ein Ortsteil mit 180 Einwohnern ein Dorfgemeinschaftshaus, obwohl es eins gab“, fügt Michael Maiweg hinzu. Die Gruppe hegt zudem Zweifel, ob die Reparaturkosten tatsächlich so hoch liegen. „Bei der Rutsche war erst von 70 000 Euro die Rede und dann erfolgte die Reparatur für wenige Tausend Euro“, meint Sabine Maiweg. Die nächsten Eisbahnen befänden sich in Kassel oder Willingen, betont die Gruppe. Bad Wildungen besitze mit der Bahn ein „Alleinstellungsmerkmal, das auch für Touristen im Winter einen Anziehungspunkt darstellt“, sagt Sabine Moering. Eine Kunststoff-Eisbahn, wie als Alternative von Stadtpolitikern kurzzeitig ins Gespräch gebracht, böte aus Sicht von langjährigen Schlittschuhläufern keine Alternative, da es sich auf ihnen längst nicht so gleiten lasse.

Die Initiative fordert die Sanierung der Bahn unabhängig von der Zukunft des Heloponte. Wenn das Bad einen neuen Standort bezieht und sich das Defizit deutlich senken lässt, könnte der entstehende Finanzspielraum zu Gunsten der Eisbahn und damit der Jugend genutzt werden, meint die Initiative. Um Unterhaltskosten zu verringern, „wäre ein Förderverein für die Eisbahn eine sehr gute Möglichkeit. Die Bürger wollen beteiligt werden“, antwortet Micino auf Nachfrage. Es gibt Beispiele von Bädern, in denen Ehrenamtliche das erforderliche Personal stellen. „Als Sportpädagoge höre ich viele Jugendliche, die nun fragen: Wo sollen wir noch hin?“

Wer daran mitwirken will, dass die Eisbahn eine Zukunft hat, ist zum Treffen der Initiative am 8. Januar, 18.30 Uhr ins „Alleeschlößchen“ eingeladen.

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