Erinnerungen an Dr. Wilhelm Schultheis

Ende einer Urologen-Ära in Bad Wildungen

Der Sanitätsrat in „zivil“: Dr. Wilhelm Schultheis war ein Pionier der Urologie in der Kurstadt Bad Wildungen. Foto: pr

Bad Wildungen. Nach 40 Jahren ärztlicher Praxis hat sich Dr. Justus W. Schultheis in den Ruhestand verabschiedet.

Der Urologe zählt zu den besten Spezialisten seines Faches. Damit endet auch ein bedeutendes Kapitel Wildunger Urologie-Geschichte, die eng mit der Familie Schultheis verknüpft ist.

Aufgrund der steinaustreibenden Wirkung der Bad Wildunger Heilquellen kamen in früheren Zeiten Patienten aus ganz Europa nach Bad Wildungen, um ihr Nierensteinleiden zu lindern. Das Wildunger Wasser war Medizin bei urologischen Leiden. Parallel zur Bade- und Trinkkur entwickelten sich operative Behandlungsmethoden der Steinsanierung.

Bis zum Jahr 1915 wurden in Bad Wildungen mehr als 1000 Blasensteinzertrümmerungen durchgeführt, bekannt war das Verfahren damals als „Wildunger Operation“.

Hinsichtlich der Schnittoperationen an Nieren und Blase hat sich damals Sanitätsrat Dr. Wilhem Schultheis einen Namen gemacht. Er war Chefarzt des Bad Wildunger Krankenhauses und wirkte dort in den Jahren von 1896 bis 1933.

Mit dem Ausscheiden von Dr. Justus Schultheis aus der urologischen Gemeinschaftspraxis in der Stöckerstraße endet somit im Jahr 2018 eine Urologen-Ära in der dritten Generation der Familie Schultheis.

In der urologischen Gemeinschaftspraxis in der Stöckerstraße hat  Jurij Marsov die Nachfolge von Dr. Justus Schultheis angetreten. Er ergänzt das Team mit Dr. Jens Gerrit Hoffmann und Mathias Kleeberg.

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