Mehrheit von Finanz- und Planungsausschuss für Detailplanungen im Scharnier

Ende Mai startet zweiter Bauabschnitt

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Ende Mai soll der zweite Bauabschnitt des Wildunger Scharniers begonnen werden.Foto: Schuldt

Bad Wildungen - Ende Mai geht´s weiter im Scharnier. Der Abschnitt der Brunnenstraße zwischen Eselspfad und Breitem Hagen steht an. Planungs- und Finanzausschuss segneten die Details dieser zweiten Phase Donnerstagabend ab.

Die CDU-Delegierten im Ausschuss stimmten allerdings zum Teil dagegen oder enthielten sich. Der Grund ist derselbe wie seit einigen Monaten: die 900 000 Euro an höheren Kosten gegenüber den im Dezember vorgestellten Planungen. 300 000 Euro-Sparchance Die übrigen Mitglieder der Ausschüsse haben dieses Kapitel abgehakt und setzen darauf, dass ein großer Teil dieser erhöhten Kosten durch Einsparungen im dritten Bauabschnitt wieder hereingeholt werden kann – zum Beispiel am Kurschattenbrunnen, für den umfangreiche und nach Ansicht der wohl meisten Wildunger überflüssige Umgestaltungen vorgesehen sind. Verzichtet man auf sie, könnten mehr als 300?000 Euro gespart werden, haben die Planer im Dezember vorgerechnet. Den zweiten Bauabschnitt ließen die Parlamentarier mit ihrem Beschluss vom Donnerstag dagegen weitgehend unangetastet. Vorerst zurückgestellt wurden lediglich die sieben angedachten Info-Säulen zu je 4500 Euro. Es gibt Zweifel, ob sie den gewünschten Nutzen bringen. Letztgültig soll über sie beraten werden, wenn es in den nächsten Monaten an die Detailpläne für den dritten Bauabschnitt geht. Im zweiten Teil zwischen Eselspfad und Breitem Hagen werden nun unter anderem robuste, Pflegeleichte Bäume in Lederhülsen auf einem Blauen Band gepflanzt. Fahrradständer in Form von Bügeln sind ebenso vorgesehen wie runde Papierkörbe und wellenförmig (in Anlehnung an das Thema Wasser) geschnittene Hecken im Blauen Band, das aus einem speziellen, blau-glitzernden Material besteht. Die Geschäftseingänge werden barrierefrei hergerichtet, zwei Wasserspiele installiert, Spielgeräte, Versorgungsanschlüsse für Feste und rotes Natursteinpflaster. Bei der Vergabe der Arbeiten lagen 200?000 Euro zwischen dem teuersten der drei Anbieter und dem günstigsten, der den Zuschlag erhielt, eine traditionsreiche mittelständische Firma aus Korbach. 1,5 Millionen Euro inklusive aller Nebenkosten fallen für den zweiten Teil der Bauarbeiten an. Der Preis entschied zu 90 Prozent über die Vergabe. 10 Prozent der Entscheidung hingen an der Frage, ob die Interessenten technisch und personell auch in der Lage sind, das Projekt in der knappen vorgegebenen Zeit bis Ende November zu stemmen – die Erfahrungen mit dem Riesendammtunnel lassen grüßen. „Das ist schon eine ganz schöne Aufgabe“, kommentierte Planer Klaus Schroll. Dem Einzelhandel sei aber zugesagt worden, dass die Bauarbeiten pünktlich zum Weihnachtsgeschäft abgeschlossen sind. (su)

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