Bad Wildunger Erlebnisführungen auf Erfolgskurs

Bunker-Führung ist der Renner

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Von Heilkunde-Geheimnissen erzählt die urig kostümierte Kräuterhexe am Kump. 

In den vergangenen Jahren haben in Bad Wildungen das Stadtmarketing, der Kur- und Verkehrsverein und die Gästeführer ein  Konzept mit vielen attraktiven Themen- und „Erlebnisführungen“ verwirklicht. Pro Jahr werden weit mehr als 12 000 Besucher durch die Stadt begleitet.

In der schmucken Bad Wildunger Altstadt ist regelmäßig wieder ein Nachtwächter unterwegs, erzählt die urige „Kräuterhexe“ von Geheimnissen der Kräuter-Heilkunde und der dunklen Zeit der Hexenverfolgungen, oder es treiben abends Unholde und Gesindel bei der humorvollen „Geisterführung“ ihr Unwesen. Da gibt es jetzt kleine kulinarische „Schmeckewöhlerchen“-Rundgänge mit leckeren Kostproben in der Fachwerk-Altstadt und auch in Reinhardshausen, einen Spaziergang über die prachtvolle Brunnenallee oder eine interessante Tour durch den sommerlichen Kurpark.

Der Bunker in der Poststraße sieht aus wie ein Stadttor. 

Bei der „Sterngucker-Führung“ ab Reinhardshausen erfährt man Interessantes über das Sonnensystem, Sterne und Planeten. Auf Schloss Friedrichstein kann man mit „Grafentochter Margaretha“ oder ihrem Bruder „Graf Samuel“ einen Rundgang durch das Barockbauwerk unternehmen.

Dank unterhaltsamer Spielszenen mit kostümierten Darstellern ist so ein attraktives Paket an außergewöhnlichen Gästeführungen entstanden, bei denen Geschichte hautnah erlebbar wird.

Massive Attraktionen

Auch etliche der 13 verbliebenen Bunker, massive Beton-Relikten aus den 1930er-Jahren, werden bei einer diese besonderen Themenführungen präsentiert: An verschiedenen Stellen der Altstadt und des Kurviertels befinden sich, besonders gut getarnt und daher aus der Luft wie vom Boden aus kaum als solche erkennbar, Bunker verschiedener Typen und Baustile, die an die einst Bad Wildungen zugedachte Rolle als Luftwaffenhauptquartier erinnern.

Der größte und markanteste der Bad Wildunger „Schutzbauten“, der Bunker an der Poststraße, wirkt auf den ersten Blick wie ein riesiges mittelalterliches Stadttor. Das imposante sechsstöckige Bauwerk mit zwei Türmen und Torbogen überspannt den Johann-Hefenträger-Weg, unter dem ein Kommandoraum liegt.

Dieser Bunker und zusätzlich der Schutzraum am „Dürren Hagen“ wurden von der Stadt Bad Wildungen und den Gästeführern mit Unterstützung des Kur- und Verkehrsvereins so hergerichtet, dass sie als „Highlights“ bei den regelmäßigen Rundgängen gezeigt werden können.

Viele Schautafeln mit Ansichten, Grundrissen und Lageplänen erläutern die Konstruktion und technische Ausstattung, Möblierung, authentische Requisiten wie Hinweistafeln oder Ausrüstungsgegenstände vermitteln einen Eindruck von der Enge, Beklemmung und Angst einflößenden Bedrohung, die die Menschen während der Fliegeralarme im Zweiten Weltkrieg hier empfunden haben müssen.

Die nächsten Termine der Führungen: 22. August - „Kulinarische Quellenführung“, 23. August - „Nachtwächter-Rundgang“, 24. August - „Bunker-Führung“, 31. August - „Altstadt-Führung“.

Info: www.bad-wildungen.de

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