Dienstag begannen die harten Verkehrswochen in der Badestadt richtig

Erst mal leichte Verwirrung

Viele übersahen die Einfahrtverbote auf den Parkplatz Brunnenallee 1 – oder ignorierten sie schlicht.

Bad Wildungen - Die (hoffentlich nur vier) Wochen für den Wildunger Verkehr haben begonnen. Am Dienstag, einen Tag später als angekündigt, traten die neuen Regelungen innerhalb der Stadt in Kraft, die den Weg für die nächsten Umbauarbeiten an Stadtring und Scharnier frei machen.

Hier nochmals alle provisorischen Neuerungen für die nächste Zeit in der Übersicht. Zuerst die ERSCHWERNISSE:

Der Breite Hagen zwischen Einfahrt Parkhaus Fürstengalerie und C&A wird gesperrt.

Der Parkplatz Brunnenallee 1 kann von der Allee aus nicht mehr angesteuert werden – Einfahrt verboten. Grund: Die Treffpunkt-Haltestellen des Stadtbusses sind von der Allee für die Dauer der Bauarbeiten dorthin verlegt worden.

Der Eselspfad zwischen Modetreppchen und neuem Kreisel Stresemann/Kirchner-Straße ist gesperrt.

Als Trostpflaster gelten folgende ERLEICHTERUNGEN:

Der neue Kreisel Stresemann/Kirchner-Straße kann Richtung Wäschebachkreisel schon durchfahren werden.

Die Poststraße darf in beide Richtung befahren werden.

Der fertige Teil des Scharniers kann in beide Richtungen befahren werden.

Der Parkplatz Brunnenallee 1 darf sowohl Richtung Allee als auch Richtung Laustraße verlassen werden. Als gäbe es zurzeit nicht Umwege genug zu fahren, ziehen sich auch die Bauarbeiten der BKW an neuen Wasserleitungen in der Itzelstraße voraussichtlich noch mindestens drei Wochen hin, teilt das Bauamt auf Nachfrage mit.

Viele Autofahrer verstehen nicht, weshalb dort eine Ampel eingerichtet wurde. Würde man die Itzelstraße für den Lkw-Durchgangsverkehr sperren, wäre die Fahrbahn auf fast der gesamten Länge der Baustelle immer noch breit genug für Pkw im Begegnungsverkehr. Doch das lässt das Gesetz nicht zu, heißt es dazu erläuternd aus dem Stadtbauamt: Die Paragrafen sagen, dass Baustellen jenseits der 30 Meter Länge auf jeden Fall über Ampeln gesichert und die Verkehrsflüsse so geregelt werden müssen.

Als Sahnehäubchen oben drauf ist seit Montag der komplette Knotenpunkt B253/B485 wegen Erneuerung der Fahrbahndecke gesperrt: für etwa dieselben vier Wochen, die für alle Bauarbeiten in der Innenstadt angesetzt sind. Den ersten Unfall an dieser neuralgischen Ecke hatte es bereits am Montag, wenige Stunden nach der Einrichtung der Baustelle, gegeben. In Bad Wildungen dauerte es gestern eine Weile, bis sich die Verkehrsteilnehmer an die neuen Unbilden gewohnt hatten.

Reihenweise fuhren Autos entgegen den zwei dicken Verbotsschildern von der Brunnenallee aus auf den Parkplatz Brunnenallee 1 – trotz vom Ordnungsamt angedrohten und ausgeführten Kontrollen. Die einen fuhren aus lauter Gewohnheit hinein, die anderen, „weil ich schon immer hier reingefahren bin“, wie Mitarbeiter des Ordnungsamtes zu hören bekamen. Eine Fahrerin hupte gar eine ältere Dame mit Rollator an, die ihrer Ansicht nach nicht schnell genug die Einfahrt überquerte.

Nachdem die Fußgängerin sich erschrocken beeilt hatte, fuhr die Frau am Steuer ihres Autos ungerührt an den beiden Verbotsschildern vorbei Richtung Parkplatz. Vergeblich saßen unterdessen Gruppen von Busfahrgästen auf den Bänken an den gewohnten Haltestellen des Stadtbus-Treffpunktes und warteten auf ihren Anschluss.

Fahrer der BKW holten sie zum Teil persönlich dort ab und verwiesen sie auf die provisorischen Haltestellen auf dem Parkplatz Brunnenallee 1. (su)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare