Positive Erfahrungen nach dem Start im September

Erster Bad Wildunger Waldkindergarten: Bei Wind und Wetter draußen

Beheiztes Häuschen als Stützpunkt: Die Jungen und Mädchen des ersten Bad Wildunger Waldkindergartens nutzen es zum Aufwärmen und für das Frühstück – zum Spielen schwärmen sie aber lieber in die Natur aus. Fotos: Conny Höhne

Bad Wildungen – Der erste Wildunger Waldkindergarten hat seine Bewährungsprobe in den nasskalten Wintermonaten bestens bestanden.

„Unsere Kinder spielen bei Wind und Wetter draußen“, freut sich Jeanette Uhlig, Leiterin des Lebenshilfe-Familienzentrums am Langen Rod. Gerade in Betrieb genommen wurde ein beheiztes Holzhäuschen und ein Tipi.

15 Kinder besuchen den im September eingerichteten Waldkindergarten. An fünf Tagen pro Woche tummeln sich die Jungen und Mädchen von 8 bis 13 Uhr im Wald, entdecken die Natur, balancieren, spielen, sammeln Äste. Im Haus wird gefrühstückt. Dort stehen auch Bad, Toilette und Wickelkommode zur Verfügung. „Als wir angefangen hatten, gab es nur ein Provisorium,“ berichtet Uhlig. Für alle Fälle parkt ein Dienstwagen in der Nähe.

Auch Bilderbücher und Spiele stehen bereit. Aufhalten wollen sich die Kinder aber am liebsten draußen, beobachtet Uhlig. Nach einer frostigen Nacht herrscht früh am Morgen fröhliches Treiben auf dem Waldspielplatz. 

Am Balancierseil warten Jungen, bis sie an der Reihe sind. Nebenan wird fleißig Laub geschaufelt. „Wir backen einen Kuchen“, erklärt Lotta (3). „Das Schöne ist, der Gruppenraum verändert sich mit jeder Jahreszeit“, sagt Dorike Hentrich vom Vorstand der Lebenshilfe. 

Der Standort am Rand des Kurparks oberhalb des Maritim-Hotels sei ideal und die Zusammenarbeit mit der Stadt Bad Wildungen und Hessen Forst ausgezeichnet. „Wir hatten eine super Unterstützung.“ Wichtig sei, dass die Kinder dem Wetter entsprechend angezogen sind. Wo sich Kinder wohl fühlen, arbeiten auch die Erzieher gern. „Es war kein Problem, Mitarbeiter zu finden“, so Uhlig. Erzieher Anton Sorich ist angetan: „Ich möchte nicht mehr wechseln.“ Kinder kommen zur Ruhe und sehen die Natur mit anderen Augen. „Sie sind im Wald angekommen.“ 

Mehr über den Waldkindergarten lesen Sie in der gedruckten WLZ am 28. Februar. 

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