Stadtverordnetenversammlung lehnt Finanzhilfe für Handball-Bundesligisten ab

Erstliga-Sport steht vor dem Abschied

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Endgültig gestoppt? Hubert Schwarz von der CDU hält es für möglich, dass die Vipers nicht einmal mehr die laufende Saison zu Ende spielen, nachdem die Stadtverordneten die Übernahme einer Bürgschaft mehrheitlich abgelehnt haben.

Bad Wildungen - Nun steht es fest: Die Stadt Bad Wildungen bürgt nicht für die „Vipers GmbH“. Die CDU hatte beantragt, der mehr als angeschlagenen Gesellschaft mit einer Bürgschaft in Höhe von 50 000 Euro unter die Arme zu greifen.

Mit der Ablehnung bestätigte eine klare Mehrheit die in der November-Sitzung getroffene Entscheidung und wies den erneuten Vorstoß der CDU „pro Bürgschaft“ zurück.

Bürgermeister Volker Zimmermann begründete das strikte Nein: „So bedauerlich das ist.“ Eine freiwillige Hilfsaktion der Stadt über den Haushalt würde am Veto der Kommunalaufsicht scheitern. Und eine andere Variante über die Kasse der Bad Wildunger Wasser- und Busgesellschaft BKW sei in juristischer Hinsicht problematisch.

Der BKW-Aufsichtsrat (Vorsitzender: Bürgermeister Zimmermann) habe deshalb abgelehnt. Zimmermann wies auf die bereits erfolgte mannigfaltige Unterstützung der Stadt für die Handballsportlerinnen hin, es sei aber nicht einsehbar, die gegenwärtige finanzielle Schieflage der Vipers durch den Steuerzahler zu beseitigen.

Eine erneute Debatte im Plenum entwickelte sich am Montagabend in der Wandelhalle nicht mehr. Ausschließlich Hubert Schwarz von der CDU-Fraktion meldete sich kurz zu Wort. Schwarz hält es für möglich, dass das Thema Bundesliga-Frauenhandball in Bad Wildungen „damit erledigt ist“ und die Vipers die laufende Saison nicht mehr zu Ende spielen. (jm)

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