Mit Vergleich endet Rechtsstreit um 2004 fertiggestellten Riesendammtunnel

300 000 Euro für Pfusch am Bau

Für den Pfusch beim Bau des Riesendammtunnels erhält die Stadt Bad Wildungen nun Geld zurück.

Bad Wildungen - 100 000 Euro hatten zwei Firmen für ihre Arbeit am Durchstich auf dem Landesgartenschaugelände eingestrichen. Dieses Geld und weitere 100 000 Euro für das Beseitigen der Murks-Arbeiten forderte der damalige Bürgermeister Reinhard Grieneisen zurück.

Seine Kalkulation ist acht Jahre später aufgegangen, abzüglich der Rechtsanwaltskosten in Höhe von 65 000 Euro bleibt etwas mehr übrig, als gedacht. Gezahlt wird in Raten in 2012, 2013, 2014, kündigte Bürgermeister Volker Zimmermann bei der Vorlage des Nachtragshaushaltsplans im Stadtparlament an.

Die Kostensteigerung gelangte seinerzeit in das „Schwarzbuch“ des Bundes der Steuerzahler. Sehr zum Unmut des damaligen Rathauschefs. Er sah keinen „echten Anstieg“ der Kosten.

Die ursprünglich beauftragte Bietergemeinschaft, die den Tunnel für 1,3 Millionen bauen wollte, war gescheitert, der Angebotspreis offenbar nicht realistisch. Der nächstgünstige Anbieter kalkulierte damals mit 1,7 Millionen Euro, die das Projekt dann tatsächlich beanspruchte. (höh)

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