Kaum Hoffnung auf baldiges "Happy End"

Ex-Nato-Kommandeur spricht beim Neujahrsempfang der Wildunger CDU über Krisen, Krieg und Terror

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Beim CDU-Neujahrsempfang (von links): Fraktionsvorsitzender Oliver Syring, Helga Halbauer, MdB Thomas Viesehon, Generalleutnant a.D. Volker Halbauer, MdB Bernd Siebert, Stadtverbandsvorsitzende Claudia Ravensburg, Stadtverordnetenvorsteher Dr. Edgar Schmal, MdL Armin Schwarz.

Bad Wildungen.  Volker Halbauer sprach beim Neujahrsempfang der CDU über Krisen, Krieg und Terror.

Der Drei-Sterne-General lernte die Region als Kommandeur der Luftbeweglichen Brigade in Fritzlar kennen und schätzen. Er war Kommandeur der KAFOR-Truppen im Kosovo und befehligte bis zum vergangenen Jahr das 1. Deutsch-Niederländische Korps in Münster.

 „Wir konnten kaum einen kompetenteren Redner gewinnen“, begrüßte Stadtverbandsvorsitzende und Landtagsabgeordnete Claudia Ravensburg die etwa 160 Gäste in der Wandelhalle. Sein Thema: Wie reagieren auf Krise, Krieg und Terror? Dazu Generalleutnant a.D. Halbauer: „Ein richtiger Brocken. Ich kann Ihnen heute kein Happy End versprechen.“

 Denn die Welt scheint nach seinen Worten aus den Fugen geraten. 409 Konflikte weltweit prägten das Jahr 2016 – davon seien 97 als gewaltsame Konflikte und 21 als Krieg einzustufen. Halbauer: „Es war ein spannungsgeladenes Jahr, und im neuen Jahr scheint es so weiterzugehen.“

Zerfallene Staaten, gestrandete Flüchtlinge, die Annexion der Krim, das sich ausbreitende „Krebsgeschwür des Islamismus“, der schon länger als der zweite Weltkrieg andauernde Krieg in Syrien, der Brexit, die Wahl Trumps zum US-Präsidenten oder auch die Infragestellung der europäischen Sicherheitsordnung und der Nato nannte der Redner als unberechenbare Beispiele dafür, wohin die Welt driftet. „Wir bewegen uns mit atemberaubender Geschwindigkeit von einer Krise in die nächste“, so der General. (sch) Mehr lesen Sie in der gedruckten WLZ am 16. Januar.

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