Big Band der Bundeswehr begeistert im Wildunger Kurpark

Fantastische, perfekte Show

+
Optisch und akustisch purer Genuss: der Auftritt der Big Band der Bundeswehr, ob mit oder ohne Wassertrommeln (kleines Bild). Das Publikum war begeistert.Fotos: Senzel

Bad Wildungen - Das war ein tolles Geburtstagsgeschenk zum 50-jährigen Bestehen des Rotary-Clubs Bad Wildungen-Fritzlar und ein großartiges Event für alle Musikfreunde in der Region:

Das Gastspiel der Big Band der Bundeswehr auf Deutschlands größter transportabler Bühne vor der imposanten Kulisse der Wandelhalle im Kurpark begeisterte etwa 1?700 Besucher. Das Orchester unter Leitung von Oberstleutnant Timor Oliver Chadik steuerte die Badestadt als eine von 25 Stationen seiner Sommertournee an. Im Kurpark gab es keine Sitzplätze, weil nach dem schweren Unglück bei der Loveparade 2010 in Duisburg besondere Sicherheitsbedingungen für große Open-Air-Veranstaltung gelten.

Die 23 handverlesenen Musiker aus allen Heeresmusikkorps der Bundeswehr machen die Big Band zum vielleicht besten Showorchester Europas. Im Kurpark boten sie eine phantastische Vorstellung mit hervorragenden Solisten in ihren schmucken weißen Uniformen, einer stimmgewaltigen Sängerin und einer gekonnten Ton-, Licht- und Pyrotechnik-Regie, alles imponierend perfekt.

Dank einer Großleinwand im Bühnenhintergrund bekamen auch die Besucher in den hinteren Reihen alles mit, was sich auf der Bühne abspielte. Zu Beginn kamen Mädchen und Jungen der Kindertagesstätte Friedenskirche und der „Kleinen Strolche“ aus Altwildungen nach oben. Ihnen stellt der Rotary-Club den Reinerlös der Großveranstaltung zur Verfügung. Dafür waren Clubmitglieder mit von den Kindern dekorierten Sammelbüchsen unterwegs, die von Bandmanager Oberst Thomas Ernst aufgefordert wurden: „Bleiben sie dran, die Deutschen haben ein ganz besonderes Verhältnis zu Sammelbehältern.“ Die Gäste im Kurpark ließen sich nicht lumpen, waren großzügig und bald flatterten viele Scheine in den Sammelkisten. Zum Schluss griff sich Ernst sogar noch einen Fünfziger aus dem Portemonnaie von Bürgermeister Volker Zimmermann.

Mehr als zwei Stunden lang unterhielt die Band die Besucher mit Hits, Pop und Rock und mit vielen „alten Bekannten“ aus den 30er-Jahren in sattem Big-Band-Sound. Orchester-Klassiker wie „Take the A-Train“ wechselten sich ab mit Rocktiteln, wie etwa einem Queen-Medley. Schlagzeuger Thomas Lieven hatte sich für sein Drum-Set ein Arrangement gewünscht, in dem er seiner Fantasie und seinem Können so richtig freien Lauf lassen konnte. Eine Klasse für sich waren die Solo-Songs der Sängerin, die Titeln von James Brown, John Lennon oder Tina Turner ihren Stempel aufdrückte. Der Abend im Kurpark ging mit „My Way“ zu Ende, einem Titel, den Frank Sinatra populär gemacht hat und den die Big-Band-Solisten auf Posaune, Saxofonen, Trompeten und Gitarren jeweils emotional unterschiedlich stimmungsvoll interpretierten. Nach langem, lautem Schlussapplaus gingen die Besucher mit einem Lächeln und „My Way“ noch im Kopf oder auf den Lippen zufrieden nach Hause.

Von Werner Senzel

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare