Bad Wildungen

Farbe in der Wilde: Fahnden nach Verursacher aus der Altstadt

- Bad Wildungen (höh). Einen Großeinsatz der Feuerwehr löste ein Unbekannter aus, der große Mengen einer offenbar lösungsmittelhaltigen Holzschutzfarbe widerrechtlich entsorgte.

Am Sonntag um 10.48 Uhr rückte die Stüzpunktfeuerwehr zu einem Umweltschutzeinsatz auf der Wilde im Bereich des Landesgartenschaugeländes aus. Aus einem Oberflächenwasser-Einlauf des Bachs am Herrenmühlsweg trat in großen Mengen helle Holzschutzfarbe aus. Aufmerksame Passanten meldeten „Öl in der Wilde“.

Die Feuerwehr handelte schnell und umsichtig. „Das Rohr wurde mit einem Kanaldichtkissen dicht gesetzt“ teilte Udo Paul, Pressesprecher der Wildunger Feuerwehr, mit. Danach bauten die Einsatzkräfte eine Ölsperre am Einlauf und fünf weitere Ölsperren im weiteren Verlauf der Wilde auf und brachten jeweils schwimmfähiges Ölbindemittel (Würfel) auf, um eine weitere Verschmutzung der Wilde zu verhindern.

Im Einsatz war die Besatzung von fünf Feuerwehr-Fahrzeugen. Das Leitungsrohr verläuft von der Altstadt über den Fetten Hagen bis zur Brücke am Herrenmühlsweg. Die Farbe könnte aus einem alten Keller in das alte und weit verzweigte Abwassernetz gelangt sein oder direkt in einen Straßengulli entsorgt worden sein, mutmaßt ein Polizeisprecher.

Durch den schnellen Einsatz der Freiwilligen Feuerwehr seien offenbar keine Beeinträchtigungen am Öko-System des Wildebachs zu beobachten. „Es ging wohl nochmal glimpflich aus,“ so der Polizeisprecher. Zeugen werden um sachdienliche Hinweise unter Tel. 05621/70900 gebeten.

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