Storcheneltern sind nun den ganzen Tag mit dem Füttern der Jungen beschäftigt

Fette Würmer, Käfer und mehr

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Aktuelles Bild von gestern: Das ältere der beiden Storchenjungen streckt seinen Kopf mehr als deutlich nach oben.Foto: Sonderhüsken

Edertal-Giflitz - Kinder, Kinder, wie die Zeit vergeht! Ob Adebars dieses Gefühl wohl kennen? Man meint, die Edertaler Störche seien quasi gestern erst eingetroffen, da strecken die Jungen erstmals ihre Köpfe über den Nestrand.

Nach einer Brutzeit von 33 Tagen ist offenbar das erste Junge geschlüpft. Deutlich zu erkennen ist dies am Verhalten der Altstörche. Wenn einer der beiden den Horst an der Wesemündung in Giflitz anfliegt, würgt er die gefangene Beute aus. Das sind beispielsweise Käfer, Würmer und Mäuse, manchmal sogar eine Ratte oder ein Maulwurf. Die Jungen nehmen die kleinen Beutetiere vom Boden des Horstes auf, die großen Stücke führt sich das Elternteil selbst zu Gemüte.

Gesichtet wurde der Schnabel des ersten Jungen über dem immer höher werdenden Rand des Horstes am 4. Mai. Am 6. Mai konnten zwei kleine Schnäbel für den Bruchteil einer Sekunde gesehen werden.

In den nächsten Tagen werden die größer werdenden Jungen immer deutlicher zu sehen sein. Vielleicht ist noch ein drittes Storchenküken im Horst. Bald wird auch zu beobachten sein, dass die Jungen ihre Flügel bewegen. Wenn sie vor Greifvögeln sicher sind, werden sie auch von den Eltern allein gelassen. Die haben dann reichlich damit zu tun, die immer hungrigen Kleinen ausreichend zu versorgen. Nach tagelangen Flugübungen ist etwa Anfang Juli mit dem ersten Abflug eines Jungen vom Horst zu rechnen. Für die vielen Besucher aus nah und fern - dabei auch Feriengäste - bleibt es also spannend am Edertaler Storchenhorst.

Von Hermann Sonderhuesken

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