Bad Wildungen

Feuerwehr zeigt, was sie kann

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- Bad Wildungen (jm). Tag der offenen Tür am Sonntag bei der Bad Wildunger Feuerwehr: Mit einem umfangreichen und informativen Programm demonstrierten die Helfer und Retter in allen Lebenslagen, was sie alles können.

Bei weit über 200 Einsätzen im Jahr steht zwar der Brandschutz nach wie vor im Mittelpunkt, jedoch ist das Arbeitsspektrum wesentlich vielfältiger. Wehrführer Frank Volke: „Vom Entfernen von Wespennestern über das Beseitigen von Ölspuren bis zum Löschen einer brennenden Kaffeemaschine und Rettung bei gekenterten Kanus auf der Eder.“ Besonders belastend: Bergung von Unfallopfern bei schweren Verkehrsunfällen. Mit 60 Aktiven und zwölf Einsatzfahrzeugen ist die Wehr gegenwärtig praktisch optimal ausgestattet. Nicht zuletzt deshalb, weil die Feuerwehr einer Kurstadt als Zusatzaufgabe den Bereich Kliniken/Kurgäste abdecken muss. Hinzu kommt überörtliche Hilfeleistung.

Und wenn es mal wieder um die Anschaffung von zumeist sehr kostspieligen Fahrzeugen und Gerätschaften geht, finden die Blauröcke, wie Volke zufrieden feststellt, „stets ein offenes Ohr bei den städtischen Gremien“.Bisher letzte Anschaffung war ein sogenanntes Vorauslöschfahrzeug (120 000 Euro) für den raschen Ersteinsatz, besetzt mit sechs Feuerwehrkräften, darunter vier Atemschutzträger. Ausgestattet ist diese schnelle Eingreiftruppe mit 1000 Litern Löschwasser an Bord. „Bei aktuellen Einsätzen hat es sich bestens bewährt“, betont Volke. Aus dem Programmangebot beim Tag der offenen Tür: Personenrettung über Steckleitern und mit Atemschutz am Schlauchturm, Training mit Feuerlöschern beim Zerplatzen einer Spraydose oder Vorführung einer Wärmebildkamera sowie Vorstellung der Atemschutzwerkstatt und vieles mehr.

In einem selbstgebauten „Rauchhaus“ zeigte der frühere Stadtbrandinspektor Udo Paul, wie lebenswichtig ein Rauchmelder sein kann. Laut Paul sind nur 31 Prozent aller Wohnungen in Deutschland mit solch billigen Warngeräten ausgestattet, ein sehr niedriger Wert. Bis zum Jahresende 2014 gilt für alle Haushalte eine Rauchwarnmelder-Pflicht.

Mehr lesen Sie in der WLZ vom Dienstag, 27. September

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