Bad Wildungen

Mit Mut und Tat Finanzkollaps kurieren

- Bad Wildungen (su). Den Hunden, Katzen und übrigen Bewohnern des Wildunger Tierheims mangelt es sicherlich an nichts, doch dem Tierschutzverein geht es schlecht. Er steht vor dem Finanzkollaps, hat Kassiererin Elke Nikoleit, die das Amt im Frühjahr übernahm, nach dem Kassensturz festgestellt.

„Wir geben seit Jahren mehr aus als wir einnehmen. Die Rücklagen, die sich beispielsweise aus Erbschaften ergeben haben, sind inzwischen so gut wie aufgebraucht“, erklärt Elke Nikoleit. Die laufenden Einnahmen wie Zuschüsse der Kommunen und Mitgliedsbeiträge decken Personal- und Futterkosten ab. Die restlichen laufenden Kosten wie Heizung, Strom oder Wasser sind praktisch nicht finanziert. „Wenn sich nichts ändert, können wir den Betrieb noch fünf oder sechs Monate aufrechterhalten“, bilanziert die Kassen­wartin. Nach ihrer aktuellen Schätzung klafft im Etat jährlich eine Lücke von 12 000 bis 15 000 Euro. Mit Eigenleistung weiter Die grundsätzlichen Probleme in der Finanzstruktur holen den Verein in einem denkbar ungünstigen Moment ein. Seit Juni vergangenen Jahres laufen die Umbauarbeiten, und auch die geraten ins Stocken, weil der ursprüngliche Ansatz von 250 000 Euro wahrscheinlich nicht ausreicht. 210 000 Euro stellt die Stadt Bad Wildungen für das Projekt zur Verfügung, 40 000 Euro die Gemeinde Edertal. Weil die verfügbaren Haushaltsmittel der Bauverwaltung erschöpft sind, müssen die Tierheim-Angestellten und ehrenamtlichen Mitarbeiter vorerst auf Sozialräume warten. Der Weiterbau wird über den Wildunger Nachtragshaushalt finanziert, hofft Klaus Melchin, zuständiger Mitarbeiter vom Bauamt. Wie viel mehr Geld benötigt wird, kann er zurzeit noch nicht übersehen. Mehr lesen Sie in der WLZ-Ausgabe vom Samstag, 21. August 2010.

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