Übrigens

Flohzirkus in grauen Zellen

Bad Wildungen - Für viele junge Menschen endet in diesen Tagen ein markanter Lebensabschnitt. Schulzeit ade.

Mit jeder Menge Wissen sind die Schulabgänger für den Start ins Berufsleben wohl präpariert, kennen den Satz des Pythagoras und den ersten Dichter des Abendlandes. Manchmal ist es auch unnütze Theorie, die Einzug in die grauen Zellen hielt, und nie mehr gebraucht wird.

In der Biologie etwa die Kunde über die Hochstapler im Tierreich – die Tausendfüßler. Die haben nämlich maximal „nur“ 750 Beine. Schon mal nachgezählt? Oder über die gewaltige Sprungkraft der Flöhe. Sie können 50 Mal schneller beschleunigen als ein Space Shuttle und 200 Mal höher springen als ihre eigene Körpergröße. Auch im Fach Deutsch wird kurioser Lernstoff gebunkert. Echten Leseratten ist beim unermüdlichen Literaturstudium längst aufgefallen: Die Niederschlagsmenge in deutschen Romanen ist doppelt so hoch wie in der Realität. Und der Buchstabe „Q” kommt in deutschen Texten nur mit einer Wahrscheinlichkeit von 0,02 Prozent vor. Und damit wären wir schon bei der Mathematik.

Immer spannend in den Hörsälen ist das Wetter. Was braut sich da zusammen am Firmament? Wer die physikalischen Vorgänge an der Erdatmosphäre aus dem Effeff kennt, der kann beim Sonnenbad am Edersee mit Fachwissen glänzen: „Seht ihr die mittelgroße Schönwetterwolke, die gerade über die Talsperre zieht? Die wiegt so viel wie 80 Elefanten.“

Genug von den Naturwissenschaften – auch Fremdsprachen sind wichtig. Vor allem für die internationale Völkerverständigung. Puuuh – ich halte es wie die Finnen und brauche jetzt erst einmal eine „Kahvipaussi”.

Euer

Sternchen

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