Faszination des Hundefrisbees als Sport kann sich kein Betrachter entziehen

Flugshow zweier Herzen auf 6 Beinen

+
Pure Lebensfreude vermittelten die Gespanne in Freienhagen.

Waldeck-Freienhagen - Haben Sie einen Hund, der weder ausgelastet noch zu bremsen ist? Versuchen Sie´s mit Hunde-Frisbee: einem Sport aus den USA, dessen Faszination sich kein Beobachter entziehen kann.

60 bellende Wettkämpfer aus ganz Deutschland und der Schweiz gingen mit ihren Besitzern auf dem Freienhagener Sportplatz an den Start. Mensch wirft, Hund fängt - unglaublich, welche komplizierten, spektakulären Manöver aus dieser simplen Ausgangslage entstehen können.

Christine Weiß aus Ippinghausen organisierte das Qualifikations-Turnier für die Weltcupwertung. Sie selbst vollführt gemeinsam mit ihrer „Ronja“ seit 2006 die abgedrehtesten Kapriolen mit der Kunststoff-Scheibe. „Athletik von Mensch und Tier sowie das Zusammenspiel der beiden Partner - darum geht´s“, fasst sie den Sinn des Sports und zugleich die Kriterien für die Bewertung zusammen.

Was die Gespanne zeigen, bleibt in der zweiminütigen Kür zur selbst gewählten Musik komplett dem startenden Hundebesitzer überlassen und der Lust seines vierbeinigen Stars an der Bewegung und der Jagd auf das fliegende, bunte Etwas.

„Ich habe damals nach einem Sport gesucht, den ich gemeinsam mit Ronja betreiben kann“, erzählt Christine Weiß. Sie probierte Verschiedenes aus, zum Beispiel das Führen der Hündin über Hindernis-Parcours. Der Funke sprang nicht über. Anders beim Hunde-Frisbee: Liebe auf den ersten Blick für die Ippinghäuserin und ihre Hündin.

In Freienhagen ließen sich die Wettkämpfer von einem prominenten Vertreter aus dem Mutterlands dieses Sports - den USA - und zwei weiteren Schiedsrichtern bewerten.

Originalität und Schwierigkeit der Elemente oder Fangsicherheit beim Hund sind weitere Kriterien, ergänzend zur Athletik der zwei Partner und der Harmonie zwischen Mensch und Tier.

Die zweite Disziplin des Sports neben der Kür besteht im Weitwurf. Der Zweibeiner schleudert die Scheibe mit allem, was er hat, geradeaus von sich. Dort, wo sein vierbeiniger Gefährte die Beute erhascht, wird das Maßband angelegt.

„Der Weltrekord liegt bei 122 Metern, aufgestellt natürlich in den USA“, verrät Christine Weiß. Für diese Weite hätte der Freienhagener Sportplatz nicht ausgereicht, „aber in Europa sind wir auf dem Niveau noch nicht“, sagt die Ippinghäuserin.

Mit ihrer Leidenschaft sieht sie sich in der heimischen Region bisher allein auf weiter Flur und würde sich freuen, wenn sich weitere Hundehalter für den Sport begeistern.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare