Bad Wildungen

Flurnamen erinnern an Wölfe

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- Edertal-Hemfurth-Edersee (sd). Das neunköpfige Rudel Wölfe im Tierpark Edersee ließ sich nicht stören. Weder auf seinen Wegen durch das Gehege noch beim Fressen.

Direkt vor dem Zaun, hinter dem sie sich frei bewegen können, informierte der NABU über ihre Artgenossen. Nicht die, die in Tierparks oder Zoos leben, nein über die Wölfe, die heute wieder in Deutschland leben. NABU-Wolfsexperte Markus Bathen erklärte den Besuchern die Welt der Wölfe und beantwortete alle Fragen zur Wiederkehr des scheuen Wildtieres nach Hessen. „Tiere werden heute nicht mehr in Gut und Böse aufgeteilt“, sagte Bathen. „Alle haben ein Lebensrecht.“ Seit 20 Jahren werden Wölfe nicht mehr verfolgt, darum leben heute elf Wolfsrudel in Deutschland, neun davon in der Lausitz. Dort befindet sich auch das Projektbüro von Markus Bathen, der die Wölfe vor Ort erforscht hat. Mithilfe von Spuren ermittelt er, wo ein Rudel lebt und wie viele Tiere es sind. Über die Hinterlassenschaften erkennt er, was ein Tier gefressen hat. Werden in einer Herde Schafe gerissen, stellt Bathen eine Fotofalle auf, um so zu erfahren, was genau passiert ist. „Naturschützer, Förster und Jäger arbeiten in dem 3000 Quadratkilometer großen Gebiet in der Lausitz Hand in Hand“, freut sich der Wolfsexperte.

Schautafeln beantworten Fragen, die sich die Menschen stellen: „Kann mir einfach so im Wald ein Wolf über den Weg laufen?“ oder „Ist es gefährlich, einem Wolf zu begegnen?“ Eine ganz besondere Attraktion war das „Heulen wie ein Wolf“ in einem Tarnzelt. Hier hatten die Kinder ihren ganz besonderen Spaß. Wenn sie gemeinsam mit ihren Eltern heulten, klang das besonders schaurig. Zur Belohnung gab es mit einem zwinkernden Auge einen Wolf im Schafspelz aus Plüsch.

Mehr Informationen über den Wolf, der wiedergekommen ist, um zu bleiben, gibt es unter www.NABU-Hessen.de.

Mehr lesen Sie in der WLZ vom Dienstag, 11. Oktober

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