6 Prozent mehr Lohn, mindestens aber 250 Euro

Forst-Beschäftigte des Landes Hessen treffen sich zum Warnstreik vorm Wildunger Nationalparkamt

Warnstreik: Mitglieder der IG BAU vor dem Wildunger Nationalparkamt. Foto: Schuldt

Bad Wildungen – Wie die Dienstleistungsgewerkschaft verdi rief am Dienstag die Industriegewerkschaft Bauen, Agrar, Umwelt/BAU ihre Mitglieder im Öffentlichen Dienst zu Warnstreiks auf. Die hessischen Forstbeschäftigten bekräftigten ihre Forderungen vorm  Nationalparkamt in Bad Wildungen.

„Abgestimmt unter den Gewerkschaften verlangen wir einen Lohn- und Gehaltszuwachs von 6 Prozent, mindestens aber 200 Euro“, erklärte am Morgen Michael Schmitt, Verhandlungsführer der IG BAU für den Forst in Hessen. Er vertritt 2500 Kolleginnen und Kollegen etwa aus dem Landesbetrieb Hessen-Forst oder der Nationalpark-Verwaltung.

Außer in Bad Wildungen demonstrierten im weiteren Verlauf des Tages Gewerkschaftsmitglieder, darunter Auszubildende, am forstlichen Bildungszentrum in Weilburg und am Forstamt im südhessischen Langen. „Weitere größere Warnstreiks sind für den März vorgesehen“, kündigte Schmitt an.

Denn am 28. und 29. März laufe die Abschlussrunde der Tarifverhandlungen mit den öffentlichen Arbeitgebern.

Bis dahin gibt es keine weiteren Gespräche zwischen ihnen und der Gewerkschaft. Aber die Bundesländer treffen sich am nächsten Wochenende zu Beratungen untereinander.

Neben den bekannten, allgemeinen Forderungen der Gewerkschaften liegen für den Forst in Hessen drei spezielle Anliegen der Beschäftigten auf dem Verhandlungstisch:

1. Das Land und nicht mehr jeder einzelne Mitarbeiter soll in Zukunft die Motorsäge als Arbeitsgerät stellen. „In einigen anderen Bundesländern läuft das bereits so, in einigen weiteren wird es erprobt“, erläutert Schmitt.

2. Die Forstzulage soll erhöht werden. Sie wurde als feste Pauschale Ende der 1990er Jahre an die Stelle der Akkordarbeit gesetzt. Die Länder senkten dadurch den Bürokratie- und Verwaltungsaufwand für das Berechnen der Löhne. „Die Zulage wurde seitdem nicht erhöht und wir verlangen, dass sie künftig an die Einkommensentwicklung automatisch angepasst wird“, sagt Schmitt.

3. 28 Euro Entschädigung erzählt jeder Forstbeschäftigte aktuell monatlich, wenn er sein Privatauto im Wald dienstlich nutzt. „Diese Summe wollen wir auf 38 Euro angehoben sehen“, bekräftigt der Verhandlungsführer Forst der IG BAU in Hessen.

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