Um an Hanglage Bäume fällen zu können:

Forst richtet Seilbahn auf Gellershäuser "Angstberg" ein

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Bereits im Oktober wurden die Bäume für den Einsatz markiert.

Gellershausen. Angstvoll schauten die Bewohner Gellershausens von ihrem Hausberg auf ihr Dorf herab, wenn im Mittelalter feindliche Truppen dort Station machten und das Dorf plünderten.

Über Jahrhunderte bis heute hat sich der Name Angstberg für den vollständig bewaldeten Berg südöstlich von Gellershausen erhalten. Respekt haben offenbar seit jeher auch die verantwortlichen Forstleute vor dem Angstberg gehabt – jedenfalls vor dem steilen Nordhang zum Wesetal hin. Wegen der schwierigen Geländeverhältnisse ist dort in einigen Bereichen die Waldpflege weitgehend unterblieben. Der Hauptbestand, bestehend vor allem aus Eichen, Buchen, Kiefern und Lärchen, ist mittlerweile etwa 170 Jahre alt und steht immer noch überwiegend mit relativ dünnen Stämmen dicht an dicht.  Heute gibt es allerdings laut Forstamt Vöhl schonende Techniken, die ein forstliches Wirtschaften auch an Steilhängen ermöglichen und gleichzeitig das Ökosystem Wald weniger beanspruchen als herkömmliche Holzernteverfahren. Ein LKW mit aufgebaute mobiler Seilbahn mit Kran kommt zum Einsatz. Ausgehend vom Lastwagen werden vom oberen Weg aus sogenannte Seillinien angelegt. (r)

Wie die Technik im Einzelnen funktioniert, lesen Sie in der WLZ vom 9.1.2017

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